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Borussia Mönchengladbach: Marcus Thuram kehrt gegen den FC Bayern zurück

Fit fürs Pokalspiel : Ein Borusse bekommt gegen die Bayern eine Startelf-Garantie

Auf mindestens einer Position wird Trainer Adi Hütter seine Mannschaft gegen den FC Bayern verändern. Ramy Bensebaini darf ebenfalls auf die Startelf hoffen. Marcus Thuram könnte im DFB-Pokal sein Comeback feiern. Die Personallage im Überblick.

Er sei „natürlich ein Thema“ für das Spiel gegen die Bayern. So viel hat Gladbachs Trainer Adi Hütter vor dem DFB-Pokalspiel am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD, Sky) schon mal über Marcus Thuram verraten. Der Franzose, der aufgrund eines Innenbandrisses im Knie seit über zwei Monaten kein Pflichtspiel mehr bestreiten konnte, wird demnach gegen den FC Bayern wieder in Borussias Kader stehen. Ein Startelf-Einsatz wäre eine Überraschung, denn Thuram hat gerade erst ein paar Trainingseinheiten mit der Mannschaft absolviert.

Eher ist es denkbar, dass Hütter die Gelegenheit nutzt, Thuram zunächst auf der Bank zu lassen, um ihn dann – je nach Spielverlauf – früher oder später reinzuwerfen. Gerade gegen die Bayern haben Hütter und Thuram gleich zum Saisonstart eine gute Erfahrung gemacht. Beim 1:1 am ersten Spieltag war Thuram in der 64. Spielminute aufs Feld geschickt worden – und brachte die Münchner Abwehr und insbesondere Dayot Upamecano in der Schlussphase mächtig durcheinander. Bayerns Innenverteidiger brachte Thuram zweimal zu Fall und hatte Glück, dass Schiedsrichter Marco Fritz nicht zumindest einmal auf Strafstoß entschied.

„Wir haben damals vieles richtig gemacht, speziell in der Anfangsphase und in der Phase, als Marcus Thuram ins Spiel gekommen ist. Er hat die Fähigkeiten und Stärken, die jedem Gegner wehtun“, betonte Hütter am Dienstag. Mit Thuram bekommen die Borussen ein Stück Unberechenbarkeit zurück, denn der Franzose weiß sich im Eins-gegen-Eins und im Tempo-Dribbling zu behaupten – ein Attribut, das so kein zweiter Gladbacher verkörpert. Nach dem Liga-Duell mit den Bayern zog sich Thuram eine Woche später in Leverkusen (0:4) die Knieverletzung zu.

Neben ihm wird auch Matthias Ginter nach seiner Erkältung, die einen Einsatz in Berlin verhinderte, wieder mitwirken können. „Er ist wieder gesund und hat mittrainiert. Er wird in der Startelf stehen“, kündigte Hütter an. Im Kader wird es zudem eine weitere Änderung geben, da Verteidiger Tony Jantschke mit einer schweren Gesichtsverletzung, die er sich am vergangenen Sonntag bei einem Zusammenstoß zugezogen hatte, länger ausfällt.

Darüber hinaus sind auch Stefan Lainer (Aufbautraining nach Sprunggelenksverletzung), der nach der Reha in Österreich seit dieser Woche wieder im Borussia-Park an seinem Comeback arbeitet und Christoph Kramer (Zerrung im Oberschenkel) keine Option fürs Pokalspiel.

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Ginter war am Dienstag der einzige Borusse, dem Hütter öffentlich eine Einsatzgarantie gewährte. Hütters Worte lassen aber auch darauf schließen, dass Ramy Bensebaini nach seinem Comeback am vergangenen Wochenende nun auch gegen die Bayern beginnen wird. „Wir haben ihn jetzt quasi zwei Tage in einen Eiskasten gelegt, sodass er gut regeneriert und wieder topfit ist“, sagte Hütter, der Bensebaini gegen Hertha, bedingt durch Ginters Ausfall, in die Dreierkette beordert hatte. „Er hat seine Sache sehr gut gemacht“, so Hütter. Gegen die Bayern könnte der Linksfuß „ein Thema auf einer anderen Position“ sein.

Am wahrscheinlichsten ist demnach, dass Bensebaini den 18-jährigen Luca Netz als Flügelverteidiger ersetzt. Mit Bensebaini hätte Borussia jemanden für ein mögliches Elfmeterschießen in der Hinterhand. Auf feste Schützen will sich Hütter im Vorfeld aber nicht festlegen. „Ich denke, es ergibt keinen Sinn, einen Spieler zu bestimmen, der eigentlich gar nicht schießen will. Da sind wir dann kurzfristig unterwegs und versuchen, die bestmöglichen Elfer-Schützen herauszupicken“, kündigte Hütter an. Ohnehin müsste sein Team dafür zunächst 120 Minuten überstehen. „Wir müssen gut verteidigen, aber auch den Gegner beschäftigen und mutig und schnell nach vorne spielen“, so Hütter.

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