Kampf um die Champions League Was im Endspurt für und gegen Borussia spricht

Mönchengladbach · Einiges spricht dafür, dass Gladbach nächste Saison in der Champions League spielt, einiges aber auch dagegen. Wir haben Borussias Argumente im Rennen um die Königsklasse gesammelt.

 Marco Rose zeigt die Drei: So viele Punkte muss Borussia nun möglichst häufig aus einem Spiel mitnehmen.

Marco Rose zeigt die Drei: So viele Punkte muss Borussia nun möglichst häufig aus einem Spiel mitnehmen.

Foto: Poolfotos/Dirk Päffgen

Nachdem das Meisterrennen nahezu entschieden ist und Bayern München schon am Samstag mit einem Sieg gegen Borussia (Anstoß um 18.30 Uhr) bei einer Niederlage von Borussia Dortmund wenige Stunden zuvor in Düsseldorf den Titel perfekt machen kann, liegt die größte Spannung im Kampf um die Champions League. Dort sind der BVB (63 Punkte) und Leipzig (59 Punkte und deutlich besseres Torverhältnis) den Gladbachern enteilt, es deutet sich also ein Zweikampf zwischen dem Team von Trainer Marco Rose und Bayer Leverkusen an.

Marco Rose verlässt den BVB: Ex-Gladbach-Trainer im Porträt
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Das ist Marco Rose

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Die Werkself hat wie Borussia 56 Zähler auf dem Konto, jedoch das um fünf Treffer schlechtere Torverhältnis. Und es gibt weitere Punkte, die dafür sprechen, dass Borussia auch am Ende mindestens Vierter sind. Aber es gibt auch Aspekte, die dagegen sprechen.

+ Bayern-Spezialisten Von den vergangenen fünf Ligaspielen gegen den Rekordmeister hat Borussia drei gewonnen. Mit einem (bestenfalls dreifachen) Punktgewinn in München würden die Gladbacher einen wichtigen Erfolg feiern, sondern enormes Selbstvertrauen für die restlichen Spiele gewinnen.

- Fehlende Konstanz Borussia kann sich keine Ausrutscher mehr erlauben, sollte das Bayern-Spiel mit einer Niederlage enden, wären danach drei Siege Pflicht. Doch die Gladbacher zeigten sich in den vergangenen Monaten sehr wechselhaft, es gab in der Rückrunde nur einmal zwei Siege in Folge.

+ Wundertüte Leverkusen Borussias Königsklassen-Kontrahent spielt zwar eine enorm starke Rückrunde, hat sieben Punkte mehr gesammelt als die Gladbacher, doch ist das Team immer auch für Negativ-Überraschungen gut. Vor zwei Wochen beim 1:4 gegen Wolfsburg gab es eine solche, und in den übrigen Spielen auf Schalke, gegen Köln, bei Hertha BSC und gegen Mainz könnte ebenfalls eine Stolpergefahr herrschen.

- Defensiv-Probleme Nur beim 0:0 in Bremen hat Gladbach in der Rückrunde kein Gegentor kassiert. Zwar steht die Abwehr meist sicher, doch gerade bei Standards gibt es immer wieder Momente, in denen die Konzentration verloren geht. Borussia muss wieder über 90 Minuten jede Situation mit 100 Prozent verteidigen.

+ Marco Rose Borussias Cheftrainer hat das Sieger-Gen und wird sich nicht damit zufrieden geben, dass Gladbach in seiner ersten Saison am Niederrhein bereits die Europa-League-Qualifikation sicher hat. Das überträgt sich auf sein Team, das auch voll darauf fokussiert ist, eine Top-Saison mit dem Einzug in die Königsklasse zu krönen.

- Personelle Lage Während bei Leverkusen nur Top-Mann Kai Havertz für kurze Zeit ausfällt und bald wieder spielen wird, wird Denis Zakaria weiter ausfallen, vielleicht gar nicht mehr eingreifen können. Breel Embolo kommt jetzt erst aus einer Verletzungspause zurück, mit Tobias Strobl fehlt eine wichtige Alternative. Zudem muss Borussias bester Scorer Alassane Plea bei den Bayern wegen seiner Sperre passen.

+/- Umgang mit Vorerfahrungen Schon in der vergangenen Saison hat Borussia im Endspurt die Champions League verpasst. Das befürchten die Pessimisten auch in dieser Saison, Optimisten sehen, dass Gladbach in dieser Saison oft gezeigt hat, dass sie aus Negativ-Erlebnissen gelernt hat. Die Lerneffekte aus der vergangenen Saison werden entscheidend sein.

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