Borussia Mönchengladbach: Marco Roses Team bereit für SC Freiburg

Union und Wolfsberg waren lehrreich : Borussia ist bereit für den Freiburg-Fight

Nach dem Erfolg in der Europa League gegen den Wolfsberger AC will Borussia die Tabellenführung in der Bundesliga behaupten. Dafür muss ein Sieg gegen den SC Freiburg her. Die vorigen Partien waren dafür gute Generalproben.

Das Hoch von Bundesliga-Tabellenführer Borussia Mönchengladbach findet derzeit einfach kein Ende. Union Berlin hatte den Niederrheinern mit dem 2:0-Erfolg am vergangenen Wochenende zwar einen Dämpfer verpasst. Doch keine Woche später war Gladbach nicht nur in der Europa League beim Wolfsberger AC (1:0) erfolgreich und steht vor dem Einzug in die K.o.-Runde, sondern gab auch die Vertragsverlängerung von Keeper Yann Sommer bis 2023 bekannt. Er ist nach Florian Neuhaus und Laszlo Bénes (beide bis 2024) der dritte Spieler, der sich innerhalb von kürzester Zeit zu den Gladbachern bekannt hat.

Die Brust der Borussen dürfte also aufgrund der Erfolgserlebnisse schon wieder genauso breit sein wie vor dem Union-Dämpfer. Nun geht es für sie am Sonntag um 15.30 Uhr in der Bundesliga gegen den SC Freiburg. Da kann Gladbach, sofern der Mannschaft kein Sieg gelingt, die Tabellenführung nach fast zwei Monaten erstmals wieder abgeben. Der FC Bayern und RB Leipzig liegen als Verfolger nur einen Punkt hinter dem Team von Trainer Marco Rose.

Aber: Borussia strotzt nicht nur vor Selbstvertrauen, sondern hat sich für das Freiburg-Spiel praktisch einkämpfen können. Union Berlin hat Gladbach mit seiner Leidenschaft nahezu überrannt, Wolfsberg hat das auch lange getan in der Europa League, ehe Roses Spieler nach einer Stunde das richtige Konzept fanden. Sie haben nun die Gewissheit, dass sie wissen, wie sie gegen die gegnerischen Dauerläufer und -kämpfer bestehen können. Und von den Freiburgern weiß man, dass sie unermüdlich sind wie kaum ein anderes Team. „Das wird wieder eine sehr schwere Aufgabe für uns, wir müssen konzentriert und bei uns bleiben, und dann die richtigen Mittel wählen, um erfolgreich zu sein“, sagt Rose.

Doch der 43-Jährige will Freiburg nicht nur auf seine Fighter-Mentalität beschränken. „Sie sind unheimlich kompakt und laufbereit, aggressiv, aber sie spielen auch einen guten Fußball. Sie sind sehr flexibel und haben ein Gesamtpaket, das sehr stimmig ist, das macht es für jeden Gegner unangenehm“, sagt Gladbachs Coach. Verzichten muss Rose jedoch erneut auf seinen Abwehrchef. Matthias Ginter hat eine muskuläre Verletzung, die bislang aber nicht weiter definiert werden kann. „Manchmal gibt es so diffuse Verletzungen, man kann es nicht genauer beschreiben. Wir machen jeden Tag alles, um ihn spielfähig zu bekommen, aber der Muskel ist für einen Fußballer auch sehr wichtig, wir müssen aufpassen“, sagt Rose. „Wir haben aber Hoffnung Richtung München.“

Gegen den FC Bayern spielt Gladbach in einer Woche. Der Rekordmeister könnte dann ausnahmsweise der Herausforderer sein.

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