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Borussia Mönchengladbach: Marco Rose will ein Gespräch mit den Schiedsrichtern

Gelbe Karte für Borussias Coach : Rose will Klartext zwischen Trainern und Schiedsrichtern

Marco Rose sah beim Spiel gegen Mainz 05 die Gelbe Karte, weil er sich nach einem nicht gegebenen Freistoß zu sehr beschwerte. Borussias Coach regt an, dass sich die Trainergilde mit den Schiedsrichtern zusammensetzt, um miteinander zu sprechen.

Max Eberl machte am Samstag etwas sehr Wertvolles für Borussia. Kurz nachdem Marco Rose die Gelbe Karte gesehen hatte, weil er sich zu vehement beschwert hatte, weil Gladbach ein Freistoß nicht zugesprochen worden war und ein vermeintliches Foul an einem Mainzer Spieler gepfiffen wurde, stand der Sportdirektor auf und sprach mit dem Vierten Schiedsrichter. Hinter ihm noch immer aufgebracht: sein Trainer Marco Rose. Der 43-Jährige machte Richtung Christof Günsch eine Bewegung, die wohl etwas wie „Geh’ zurück an deinen Platz“ bedeuten sollte, worauf der Referee deutete, dass Rose gleich auf die Tribüne müsse. Darauf schob Eberl seinen aufgebrachten Coach zurück, er solle sich beruhigen, bevor er einen erneuten Platzverweis bekommt.

Denn eine solche Erfahrung hat Rose bereits gemacht. Beim Pokalspiel bei Borussia Dortmund (1:2) sah er eine Rote Karte, weil er sich lautstark und offenbar auch mit unpassenden Worten beschwerte. So weit kam es diesmal nicht, doch das Verhältnis zwischen Borussias Trainer und den Schiedsrichtern ist offenbar angespannt – und deswegen will Rose nun einen gemeinsamen Termin vorschlagen, bei dem gemeinsam Klartext gesprochen wird. „Es macht vielleicht Sinn, dass wir Trainer uns mit Vertretern der Schiedsrichter treffen“, sagte Rose nach dem 3:1-Sieg gegen Mainz. „Ich werde es mal anregen in der Trainergilde.“

Schon einige Male haben Rose und auch Eberl angeregt, dass man Themen auch auf dem Platz mit einer besseren Kommunikation besser lösen könne, anstatt (vorschnell) Bestrafungen auszusprechen. „Wir sollten besprechen: Wie kriegen wir das besser hin, ohne dass es wie jetzt gefühlt ständig in die falsche Richtung geht?“, sagte Rose. „Wir sollten versuchen, daran zu arbeiten.“ Woran genau, wollte er nicht verraten: „Ich würde gerne erst mit den Entscheidungsträgern darüber reden, bevor ich das öffentlich mache“, sagte der Trainer.

Sich selbst aus der Verantwortung nimmt Rose jedoch nicht, er ist sich bewusst darüber, dass auch er sich nicht korrekt verhalten habe. „Da nehme ich mich selbst nicht raus, ganz und gar nicht", sagte Rose selbstkritisch. "Ich weiß, dass ich die Gelbe Karte wahrscheinlich verdient habe, weil ich emotional bin und mich falsch behandelt gefühlt habe. Der Vierte Offizielle war heute sicher auch nicht zufrieden mit mir.“