Borussia Mönchengladbach: Marco Rose will den Spielern sein System einimpfen

Mehr Pressing : Borussen büffeln das System Rose

Der neue Trainer Marco Rose hat bei Borussia Mönchengladbach fast den ganzen Kader beisammen. Nun geht die Arbeit für die Profis richtig los.

Am Sonntag genossen die Borussen in vollen Zügen ihren trainingsfreien Tag. Bis sie das nächste Mal dazu die Gelegenheit haben werden, wird es ein wenig dauern. Erst nach dem Trainingslager am Tegernsee (14. bis 21. Juli) wird wieder Zeit zum Durchschnaufen für die Gladbacher Profis sein. Die nächsten zwei Wochen will der neue Trainer Marco Rose dafür nutzen, den Grundstein für die kommende Saison zu legen und den Spielern seine Spielidee einzuimpfen.

Denn nachdem in der vergangenen Woche mit Yann Sommer, Nico Elvedi, Denis Zakaria, Michael Cuisance, Matthias Ginter und Neuzugang Stefan Lainer auch die meisten Nationalspieler (Michael Lang musste wegen eines grippalen Infekts noch pausieren) wieder ins Training einstiegen sind, hat Rose den Großteil seines Kaders beisammen. Nur noch Florian Neuhaus, der mit der deutschen U21-Nationalmannschaft das Finale der U21-EM bestritt, und Ibrahima Traoré, der am Sonntag mit Guinea im Achtelfinale des Afrika-Cups scheiterte, fehlen noch. Außerdem wartet Rose noch auf wohl zwei Neuzugänge, einem Stürmer (höchstwahrscheinlich Marcus Thuram von EA Guingamp) und einem vielseitigen, linksfüßigem Abwehrspieler. Das soll bestenfalls Malang Sarr (OGC Nizza) sein.

Mit dem vorhandenen Personal wird Rose nun noch einen Gang zulegen im Training. Dabei war schon in der ersten Woche der Vorbereitung zu erkennen, dass die Intensität bei den Borussen zugenommen hat. In vielen Trainingsspielen will der neue Coach seine Spieler immer wieder in Pressing-Situationen bringen. In der Woche vor dem Trainingslager stehen für die Gladbach-Profis sieben Einheiten an (fünf auf dem Platz, zweimal Athletik), dazu das Testspiel gegen den 1. FC Mönchengladbach (Mittwoch, 18.30 Uhr) und am Samstag das Turnier in Heimstetten (16 Uhr). Ein anstrengendes Programm, das in Rottach-Egern sicherlich seine Fortsetzung finden wird.

Denn die spieltaktischen Dinge, die Rose bei Borussia etablieren will, sind eine große Veränderung für die Profis. In der Vergangenheit waren die Gladbacher mit einer kontrollierteren Art des Fußballs erfolgreich, nun wollen sie ihre Siege auf eine aggressivere Weise einfahren. Der neue Trainer sowie Sportdirektor Max Eberl hatten bereits darauf hingewiesen, dass es Zeit benötigen könnte, bis diese Spielidee die Erfolge aufweist, die man sich von ihr verspricht. Damit diese Zeit so kurz wie möglich ausfallen wird, geht das System-Studium von Rose jetzt so richtig los.

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