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Borussia Mönchengladbach: Marco Rose widmet Champions-League-EInzug den Fans

Gladbachs Trainer Rose : „Ich hoffe, dass wir unsere Fans glücklich gemacht haben“

Durch Borussias Einzug in die Champions League wird Marco Rose sein Debüt in der Königsklasse feiern. Er denkt in diesen Tagen aber auch an die Fans und will unbedingt, dass sie beim Saisonbeginn wieder dabei sind.

So gut hat sich Marco Rose wahrscheinlich selten gefühlt, als er sich auf das Pressekonferenz-Podium nach einem Spiel gesetzt hat. Nach dem einleitenden Worten von Mediendirektor Markus Aretz und den Glückwünschen zum Einzug in die Champions League lehnte sich Gladbachs Trainer grinsend zurück und sagte voller Stolz: „Viel mehr gibt es nicht zu sagen. Wir spielen in der Champions League und jetzt sitze ich hier und freue mich auf eure Fragen.“

Rose war aber auch anzumerken, dass eine Last von ihm abgefallen ist. Trotz einer überaus erfolgreichen Saison, die nun mit 65 Punkten abgeschlossen wurde, drohte, dass es am Ende „nur“ die Europa League werde und Gladbach auf den letzten Metern erneut den Einzug in die Königsklasse verpasst. „Wir haben 34 Spieltage hart gekämpft und nun etwas für Borussia Außergewöhnliches erreicht. Danach fällt schon nochmal etwas von einem ab. Das war ein ganz besonderer Tag, den wir uns hart erarbeitet haben“, sagte Rose.

So kommt er in der nächsten Saison zu seinem Champions-League-Debüt. Mit RB Salzburg ist er jedes Mal in der Qualifikation zur Königsklasse gescheitert, als sich der österreichische Dauer-Meister nicht mehr durch diese Extra-Runden spielen musste, ging er nach Gladbach – und führte den Verein, den er bei seinem Antritt als „lässiger Klub“ bezeichnete, in die Champions League. „Da bin ich natürlich gerne dabei. Ich freue mich jetzt riesig, dass ich das mit dem Verein, den Fans und den erleben darf“, sagte Rose. „Aber es geht gar nicht um einen persönlich. Wir haben, als wir im vergangenen Sommer gekommen sind, ein herausragendes Team hervorgefunden, fleißige Mitarbeiter, es herrschte ein guter Spirit und alle haben angenommen, was wir uns vorgestellt haben. Was wir jetzt geschafft haben, kann man nur mit allen zusammen schaffen – und deswegen bin ich auf uns alle stolz.“

Doch der große Wermutstropfen für Rose bleibt, den Einzug in die Königsklasse nicht mit den Zuschauern gefeiert haben zu können. „Wir werden dabei immer an unsere Fans denken. Wenn der Moment kommt, und alles von einem abfällt, merkt man schon, dass da eine Menge fehlt, wenn sie nicht da sind. Ich hoffe, dass wir unsere Fans glücklich gemacht haben und sie vor dem Fernseher ebenfalls feiern“, sagte Rose.

Der 43-Jährige wiederholte in dem Zuge, dass er die neue Saison nicht ohne Zuschauer starten möchte. „Das ist ganz wichtig. Wir sollten jetzt kluge Entscheidungen treffen. Aber zunächst gilt es, dass wir in der Zukunft alle Dinge einhalten, weil wir in den vergangenen Tagen auch gesehen haben, dass alles auf wackligen Beinen steht. Das ist besonders wichtig, wenn wir zu Beginn der nächsten Saison wieder mit Fans starten wollen. Und das wollen wir“, sagte Rose.