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Borussia Mönchengladbach: Marco Rose vor seiner letzten Mission in Bremen

„Wissen nicht genau, was auf uns zukommt“ : So geht Rose seine letzte Borussia-Mission in Bremen an

Borussias scheidender Trainer Marco Rose will in Bremen die Konstanz sehen, die seine Mannschaft diese Saison so oft vermissen ließ. „Es geht momentan nicht nur um die reine Qualität“, sagte er über seine Startelf-Pläne. Was bedeutet das für Oscar Wendt?

Es ist ein echtes Endspiel, obwohl beide Mannschaften ihre Ziele unter Umständen auch mit einem Unentschieden erreichen könnten. Für Borussia Mönchengladbach geht es um die Europa Conference League, für Werder Bremen um den Klassenerhalt. Seit Montag hat wieder Thomas Schaaf als Trainer das Sagen in Bremen, es ist eine sportliche Überlebensmission über eines, vielleicht über drei Spiele inklusive Relegation. „Wir wissen nicht genau, was am Samstag auf uns zukommt. Umso wichtiger ist es, dass wir uns vor allem um uns kümmern“, sagte Marco Rose.

Gladbachs Trainer will den Fokus auf seine eigene Mannschaft lenken, auf ihr Können und ihre Defizite, die zuletzt beim enttäuschenden 1:2 gegen den VfB Stuttgart noch mal zum Tragen kamen. Roses Devise mit Blick auf Bremer Überlebenskämpfer: „Mit Messer zwischen den Zähnen sollte man in der Bundesliga immer spielen.“

Seine Mission ist nach dem Spiel am Samstag definitiv beendet. Zwei Jahre Rose werden nicht komplett aufgrund des Auftritts in Bremen bewertet werden, aber die Beantwortung der Hauptfrage – Europa oder nicht? – wird dem Ganzen eine entscheidende Richtung geben. „Wenn wir die Conference League nicht erreichen, dann haben wir auch unser Saisonziel nicht erreicht“, machte Rose deutlich.

Im Quarantäne-Trainingslager hätten er und sein Team „auch an der Stimmung gearbeitet“. Es scheint also einiges drin gewesen zu sein in dieser letzten Woche, selbst Verteidigen in Unterzahl habe man geübt, so Rose. Denn tief stehend hatte Borussia gegen Stuttgart eine Führung verspielt, besonders beim 1:2 im Anschluss an einen Eckball stimmte weder die Haltung noch die Absprache.

Grundsätzlich sind alle potenziellen Startelf-Kandidaten fit. Rose wird ganz sicher nicht anhand des Marktwert-Rankings seines Kaders aufstellen oder möglichst viele EM-Fahrer auf den Platz bringen, aber die Herangehensweise könnte sich am 34. Spieltag etwas unterscheiden. „Es geht momentan nicht nur um die reine Qualität. Wir brauchen am Samstag auch die Jungs auf dem Platz, die marschieren und sich zu 120 Prozent einbringen“, betonte er. „Es ist nicht so, dass irgendjemand wegschenkt. Trotzdem haben wir natürlich immer wieder das Thema, dass wir – wie gegen Stuttgart – nach einer Führung nicht mehr die Intensität an den Tag legen, die wir brauchen, um Bundesligaspiele zu gewinnen.“

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29 Punkte hat Borussia in Führung liegend abgegeben – Liga-Bestwert und Vereins-Negativrekord. 90 Minuten Konstanz, das will Rose deshalb von seiner Mannschaft sehen. „Dann können wir nach Berlin schauen“, sagte er. Dort trifft Union Berlin auf RB Leipzig. Die Ausgangslage ist leicht zusammengefasst: Borussia muss am Samstag mehr Punkte einfahren als Union und gleichzeitig nicht weniger als der VfB Stuttgart und der SC Freiburg, die auch noch auf die Conference League hoffen dürfen.

Startelf-Garantien verteilte Rose öffentlich keine, auch nicht für Oscar Wendt, der nach zehn Jahren letztmals im Kader stehen wird, bevor er sich in die Heimat nach Schweden verabschiedet. Chancen ausrechnen darf sich Wendt aber. Rose verwies an anderer Stelle auf Ramy Bensebaini, der „schon bessere Form“ gehabt habe, dennoch „sehr wichtig“ sei. Ob das ein kleiner Fingerzeig in Richtung Aufstellung war, wird sich zeigen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So könnte Borussias Startelf in Augsburg aussehen