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Borussia Mönchengladbach: Marco Rose und Lars Stindl zufrieden nach dem 0:0 beim VfL Wolfsburg

„Haben uns den Punkt hart erarbeitet“ : Borussias Kapitän fasst das 0:0 in Wolfsburg gut zusammen

Borussia Mönchengladbach verteidigte resolut beim VfL Wolfsburg, doch offensiv kam zu wenig, um mehr als einen Punkt mitzunehmen. Trainer Marco Rose und Kapitän Lars Stindl waren insgesamt zufrieden mit dem Spiel.

Am Ende dachte mancher schon: Nun ist es passiert. Doch der Schuss des Wolfsburger Antreibers Xaver Schlager war nicht im Tor, sondern am Außennetz gelandet. Kurz darauf war Schluss in Wolfsburg, es blieb beim 0:0. Borussia verteidigte sich beim derzeit unbesiegbaren Verein für Leibesübungen aus der Autostadt zu einem Punkt. Für mehr fehlte es indes an der offensiven Durchschlagskraft.

Während Wolfsburgs Maximlian Arnold zugab, gerne zwei Punkte mehr gehabt zu haben, war Borussias Kapitän Lars Stindl mit dem Ertrag des Abends durchaus zufrieden. „Es war ein sehr, sehr intensives Spiel, was die Laufbereitschaft und die Sprints angeht. Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt, Wolfsburg macht es momentan top. Wir hätten es in manchen Situationen klarer spielen müssen, um bessere Chancen zu bekommen. Insgesamt haben wir uns diesen Punkt hart erarbeitet“, sagte Stindl.

Er gab jedoch auch zu, dass es im Spiel nach vorn etwas mehr hätte sein können. Elf Torschüsse gab Borussia ab, doch richtig problematisch wurde es für Wolfsburgs Torhüter Koen Casteels kaum einmal. Vor allem nach der Pause hatte er kaum Gelegenheit, sich warm zu arbeiten. „Wir sind eigentlich gut aus der Halbzeit gekommen. Wir wollten bessere Nadelstiche setzen, um noch gefährlicher zu werden. Das ist uns nicht ganz gelungen, weil wir zu unsauber waren und nach Ballverlusten nicht richtig ins Gegenpressing gekommen sind“, sagte Stindl.

„In der eigenen Hälfte und in unserer Box haben wir richtig gut verteidigt und wenige Großchancen zugelassen und somit auch verdient den Punkt mitgenommen. Es ist richtig, dass wir im dritten Spiel nicht dreifach gepunktet haben. Den Anspruch haben wir aber an uns. Wir wollten heute ein anderes Gesicht als letzte Woche zeigen. Um das Spiel zu spielen, was wir uns vorstellen, war die Bereitschaft, die wir gezeigt haben, der richtige Schritt“, beschrieb Stindl kurz nach dem Abpfiff die Lage.

Dass es nicht die zweite Niederlage in Folge gab, hatten die Borussen Torhüter Yann Sommer und dem Pfosten zu verdanken. Sommer reagierte großartig beim Kopfball von Kevin Mbabu in der siebten Minute. Als John Anthony Brooks mit dem Kopf das Tor anvisierte, wäre Sommer nicht herangekommen, doch der Pfosten rettete.

„Wir wissen, dass wir uns auf Yann verlassen können, das war heute wieder zu sehen“, sagte Trainer Marco Rose. Er hob indes insgesamt die gute Arbeit der Defensive hervor. „Die Abwehrleistung war insgesamt stark, wir hatten über 250 Sprints, das ist kein normaler Wert. Das zeigt, dass wir richtig dagegengehalten haben“, sagte Rose.

Sein Team brachte somit etwas ein, was normalerweise ein Faible der Wolfsburger ist, die in der Wertung der intensiven Laufarbeit zu den Besten gehören. Da ist Gladbach eher hinten dran. Rose wertete die Erkenntnis, sich auf diese Weise den Punkt erarbeitet zu haben, als einen wertvollen Arbeitsansatz für die Zukunft. „Wir haben gesehen, wo wir noch etwas herausholen können. Wenn dann noch unser guter Fußball dazu kommt, ist das sehr viel Qualität“, sagte der Trainer.

Doch er weiß, dass es wieder Siege braucht, um die Saisonziele zu erreichen. „Das 0:0 ist, was es ist: ein Punkt. Wolfsburg ist nicht weiter weg gezogen. Der Punkt ist gerecht, wir müssen ihn so nehmen. Das ändert aber nichts daran, wo wir hin wollen. Dafür brauchen wir Siege, die wollen wir in den nächsten Spielen schaffen“, sagte Rose.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Wolfsburg – Borussia: die Fohlen in der Einzelkritik