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Borussia Mönchengladbach: Marco Rose schätzt Wolfsburgs Xaver Schlager

Bei Borussias Gegner am Sonntag : Dieser Lieblingsschüler von Marco Rose ist Wolfsburgs Antreiber

Xaver Schlager, der Sechser des VfL Wolfsburg, am Sonntag Gegner von Borussia Mönchengladbach, gehörte bei RB Salzburg zu den wichtigsten Spielern des jetzigen Gladbacher Trainers Marco Rose.

Als klar war, dass Marco Rose im Juli 2019 neuer Trainer von Borussia Mönchengladbach werden würde, war in Salzburg zu vernehmen, dass auch Xaver Schlager, der Mann aus dem zentralen Mittelfeld in Roses RB-Meisterteam, ein Thema sei bei den Borussen. Eineinhalb Jahre später dementierte der Trainer nicht, dass es da Interesse gab am Blondschopf, dem damals nachgesagt wurde, dass Gladbach sein nächster Wunschverein sei. Doch zustande kam der Wechsel nicht. „Ich glaube, er war zu teuer“, sagte Rose.

An Schlagers Stelle brachte Rose Stefan Lainer mit, den Rechtsverteidiger mit. „Wir sind ähnliche Spielertypen“, sagte Schlager mal über den Ex-Kollegen. Lainer war wesentlich in der Rose-isierung des Gladbacher Fußballs beteiligt. Denn Kämpfer Lainer ist einer, der den Rose-Stil in Salzburg total verinnerlicht hat.

So ist es auch bei Schlager, das zeigt der 23-Jährige derzeit beim VfL Wolfsburg. Das intensive Spiel, das Trainer Oliver Glasner dem Team verordnet hat, lebt insbesondere auch von Roses früherem Musterschüler. Schlager gehörte auch zu jenem Team, mit dem Rose 2017 die Youth League gewann.

Dass Schlager nun in Wolfsburg einer der Vorarbeiter ist, überrascht Rose nicht. „Xaver ist ein guter Junge, immer unglaublich ehrgeizig gewesen, nie zufrieden. Er strebt immer nach Höherem“, sagte Rose über den Wolfsburger, der mit Maximilian Arnold, der seinen Vertrag gerade bis 2026 verlängert hat, das Herz des Wolfsburger Spiels ist.

„Er ist ein absoluter Mentalitätsspieler, der auch sehr gute fußballerische Fähigkeiten hat. Ich sehe, dass er sich in eine richtig gute Verfassung gebracht hat“, sagte Rose über den vermeintlichen Fast-mal-Borussen. Und er kennt Schlagers Ansprüche an sich selbst genau. „Wenn man ihn heute fragt, denke ich, dass er immer noch sagt, er sei nicht torgefährlich genug“, sagte Rose.

Dass er aber Tore durchaus kann, belegte Schlager in der vergangene Saison, als er beim 2:1-Heimsieg der Wolfsburger zum 1:0 traf. Es war sein erstes Bundesliga-Tor. Sein Nebenmann Arnold sorgte dann für den späten Sieg der Niedersachsen in der Nachspielzeit. Es war Schlagers einiges Saisontor. Eines hat er auch in der aktuellen Spielzeit bisher fabriziert. Dass Rose nicht erneut erleben will, wie sein früherer Schützling daran arbeitet, seinem eigenen Anspruch, öfter zu treffen, gerecht zu werden, ist klar.

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