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Borussia Mönchengladbach: Marco Rose mag Fastnacht und Siege

Gegen die TSG Hoffenheim : Borussia muss sich auf ihre Stärken fokussieren

Gladbachs Trainer Marco Rose kennt das närrische Brauchtum aus seiner Zeit in Mainz und mag es. Sein Plan für das Spiel gegen die TSG Hoffenheim: Das Team soll sich auf seine Stärken fokussieren.

Richtig textsicher ist Marco Rose noch nicht, was den hiesigen Karneval angeht. „Helau? Alaaf? Oder wie sagt ihr hier?“ fragte Borussias Trainer am Donnerstag, als er fertig war mit dem sportlichen Teil der Pressekonferenz zum Spiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Und ging dann ab mit einem ortsüblichen „Halt Pohl!“ (das „All Rheydt“ hatte ihm niemand zur Kenntnis gegeben). Nun ist der Sachse Rose jenseits der Begrifflichkeit durchaus einer, der das Brauchtum Karneval schätzt. „Ich kenne den Karneval, oder wie es dort heißt Fastnacht, aus meiner Zeit in Mainz. Als ich damals dort angekommen bin, konnte ich gar nichts damit anfangen. Als ich es dann kennen gelernt habe, war ich aber einer der Ersten, der vorne mit dabei war, wenn es um das Feiern an Fastnacht ging“, berichtete Rose.

Allerdings gibt es einen Makel. „Wir haben damals leider in der närrischen Zeit nicht so viele Spiele gewonnen“, sagte Rose. Dies soll nun in Gladbach natürlich anders werden. Es ist Roses erstes Karnevalsspiel mit den Borussen und ganz gleich wie es ausgeht: Die Quote wäre 100 Prozent. Dass er es, seiner Grundeinstellung gemäß, natürlich mit „100 Prozent Siege“ haben will, versteht sich.

Das Ziel des Trainers ist klar definiert: „Es werden immer weniger Spiele, wir sollten daher eine Menge dafür tun, weiter oben dabei zu bleiben. Das Thema Meisterschaft ist bei uns in der Kabine aber keins. Wenn wir von den Medien danach gefragt werden, antworten wir vernünftig darauf. Wir sind ambitioniert, richten unseren Fokus aber primär darauf, gute Leistungen auf den Platz zu bringen“, sagte Rose.

Die Hoffenheimer sind ein spielstarkes Team, das schwer auszurechnen ist. Denn die Mannschaft von Alfred Schreuder ist taktisch variabel. Und eine, die in dieser Saison extrem launisch daherkommt. „Sie haben eine klare Idee, aber es gibt keine klaren Muster“, sagte Rose. Aus dieser Erkenntnis ergibt sich der eigene Plan: Borussia muss bei sich selbst und ganz unabhängig vom Gegner sein. „Es macht Sinn, dass wir uns zwar auf den Gegner vorbereiten, uns vor allem aber auf unsere Stärken fokussieren“, sagte Rose. Das hat sie in Düsseldorf erst nach der Pause gemacht, im ersten Durchgang war vielleicht zu viel auf Fortuna ausgerichtet.

Nach dem Wechsel der Seiten war es dann ein Spektakel. Das sind oft auch die Spiele zwischen Gladbach und Hoffenheim. „Fußballspiele entwickeln sich manchmal von selbst, und bevor es ein Langweiler wird, sollte es lieber ein Schlagabtausch werden. Die Hoffenheimer sind sehr spielstark und schwer auszurechnen. Aber wir haben eine Idee entwickelt, um sie zu bezwingen“, sagte Rose. Setzen die Borussen den Plan erfolgreich in die Tat um, dann wäre die durch den Karneval ohnehin schon ausgeprägte Feierlaune nochmal ausgiebig befeuert. Rose hat Spaß an Fastnacht, an Siegen und an schönen Toren seines Teams (“die Kirsche auf der Torte“) . Damit ist der Arbeitsauftrag für den Samstag formuliert.