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Borussia Mönchengladbach: Marco Rose hat Gladbach für Bundesliga-Restart gewappnet

Am Samstag in Frankfurt : So gut ist Borussia für den Bundesliga-Restart gewappnet

Marco Rose hat Borussia auf den Bundesliga-Restart eingestellt. Es geht für den Trainer nicht nur darum, die Situation anzunehmen und die sportliche Ziele zu verfolgen, sondern auch darum, Spaß zu haben und gemeinsam eine gute Zeit zu haben.

Das Warten hat ein Ende. Am Samstag spielt Borussia erstmals seit dem 11. März wieder in der Bundesliga. Um 18.30 Uhr ist der Anstoß des Topspiels bei Eintracht Frankfurt. Auch wenn die Tatsache, dass die restlichen Partien der Saison ohne Zuschauer stattfinden werden, stört, so wird es ein Moment sein, auf den die Gladbacher hingefiebert und -gearbeitet haben. „Das war schon eine Herausforderung. Aber die Jungs haben in dieser Phase alle mitgezogen. Wir haben uns auf die Situation einstellen können und freuen uns, dass es nun losgeht“, sagt Marco Rose. Der Trainer hat alles Mögliche getan, damit sein Team bereit ist für die letzten neun Spielen dieser ungewöhnlichen Saison.

Vor etwa vier Wochen durften die Borussen wieder das Training in Kleingruppen aufnehmen. Rose teilte seinen Kader in die Mannschaftsteile auf und dachte sich positionsspezifische Übungen aus. Auch er musste dabei aus gewohnten Mustern ausbrechen. „Wir mussten schon kreativ sein, um die Jungs auch ein Stück weit bei Laune zu halten. Ich denke, wir haben da eine gute Linie gefunden, sonst macht es auch keinen Spaß“, erklärt Rose.

Und der ist für den 43-Jährige auch in dieser Zeit ganz wichtig. Deshalb vermittelt er seinen Spielern, dass sie trotz der Umstände positiv an die kommenden Aufgaben herangehen sollen – jedoch auch mit Blick auf die großen sportlichen Ziele. „Wir wollen die Saison nach wie vor mit dem bestmöglichen Ergebnis beenden. Aber ich spüre, dass ich als Trainer auch das Gefühl vermitteln muss, dass es wichtig ist, dass sich die Spieler auf die kommenden Wochen freuen und wir alle eine gute Zeit zusammen haben“, sagt Rose. „Wir haben eine sehr gute Ausgangslage und wir können auf vielem aufbauen.“

Zum Beispiel darauf, dass Borussia bereits ein Geisterspiel erfolgreich bestritten hat beim 2:1 gegen Köln. Deswegen weiß Rose auch, dass dies nicht die Zeit für Aktionismus ist. „Wir merken natürlich, dass dies eine spezielle Situation ist, aber wir machen deswegen nichts Außergewöhnliches. Auch ich als Trainer werde mein Verhalten nicht verändern, weil es keinen Sinn macht“, sagt Rose, der nochmal betont, dass Geisterspiele gerade notwendig sind, um die Zukunft des Profifußballs zu sichern. „Wir wollen uns nicht daran gewöhnen. Aber nicht nur wir Fußballer müssen die Situation annehmen, wie sie ist.“

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Das betrifft auch Rose selbst. Noch ist nicht genau geregelt, wann die Trainer während der Spiele einen Mundschutz tragen müssen. Doch auch dieses Thema geht er pragmatisch an und setzt es ohne Wenn und Aber den Vorgaben entsprechend um. „Der Mundschutz begleitet uns alle ja, daran hat man sich gewöhnt. Und man braucht auch nicht über die Sinnhaftigkeit diskutieren, weil ich als Trainer die Abstände ja einhalten kann. Wenn das gewährleistet ist, nehme ich ihn ab, wenn nicht, werde ich natürlich einen Mundschutz tragen.“

Solche Aspekte sollen die Borussen nicht beeinflussen. Der Blick soll auf das Wesentliche gerichtet sein – Spiele gewinnen. Und dafür fordert Rose die notwendige Mentalität ein. „Es geht jetzt vor allem um die ureigene Motivation. Es werden die Teams Vorteile haben, die die meisten Spieler haben, die sich selbst bei ‚Mensch ärger dich nicht’ pushen können, die immer diese Motivation in sich haben, gewinnen zu wollen.“ Diese Eigenschaft haben Roses Spieler in dieser Saison schon häufig bewiesen – nun ist sie im Endspurt besonders gefragt.