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Borussia Mönchengladbach: Marco Rose gesperrt, Maric, Zicker, Geideck übernehmen

Rose wegen Roter Karte gesperrt : Borussia gegen Oberneuland mit drei Cheftrainern

Am Samstag muss Borussia beim ersten Pflichtspiel der neuen Saison auf Marco Rose verzichten. Der Chefcoach ist aufgrund seiner Roten Karte aus der vergangenen Saison gesperrt. Ein Trio wird ihn ersetzen.

Am Samstag startet für Borussia die Saison mit dem Pokalspiel gegen den FC Oberneuland (18.30 Uhr). Dabei geht es auch um Wiedergutmachung, denn das frühe Ausscheiden aus dem Wettbewerb in der vergangenen Spielzeit ist eine schmerzliche Erinnerung an die erste Saison von Marco Rose als Trainer der Borussen. Und dieses damalige Spiel, das 1:2 bei Borussia Dortmund, hat auch noch direkte Auswirkungen auf die Gegenwart. Denn Rose wird am Samstag nicht hautnah dabei sein dürfen. Er sah in Dortmund Ende Oktober 2019 die Rote Karte und ist daher gegen Oberneuland gesperrt. Einen direkten Ersatzmann soll es offenbar jedoch nicht geben.

„Ich werde vor dem Spiel so lange wie möglich dabei sein und während des Spiels irgendwo sein, wo man mich nicht findet“, sagt Rose, der während der Partie gegen Viertligisten ein Innenraum-Verbot hat. „Mein Vertrauen in das Trainerteam ist groß, René Maric, Alexander Zickler und Frank Geideck werden mich gemeinsam vertreten. Sie kriegen das hin, da bin ich mir ziemlich sicher. Wir machen da auch nicht mehr daraus, als es ist. Deswegen haben wir uns auch keinen außergewöhnlichen Ablauf einfallen lassen.“

Im Pokalspiel wird Rose also mit einer Teamlösung ersetzt. Der Cheftrainer predigt selbst, ein Teamplayer sein zu wollen, aufgrund seiner Anstellung aber die letzte Entscheidung fällen zu müssen. Dieser Gedanke zeigt sich nun auch in der Ersatz-Entscheidung.

Maric, Zickler und Geideck sind gleichgestellte Co-Trainer, entsprechend steigen sie auch alle im Gleichschritt für die Partie gegen Oberneuland auf. Borussia hat gegen Viertligisten drei Cheftrainer – nur eben nicht Rose.

Dennoch ist der „Boss“, wie ihn der Klub gerne auf seinen sozialen Kanälen nennt, für die Aufstellung und Marschrichtung am Samstag verantwortlich. „Der DFB-Pokal ist ein sehr interessanter Wettbewerb. Unser Ziel ist es, weiter zu kommen als in der Vorsaison. Am Samstag wollen wir das von der ersten Minute an untermauern und klare Signale aussenden“, sagt Rose.

Dass dies gelingt, wird dadurch, dass das Spiel im Borussia-Park anstatt beim FC Oberneuland stattfinden wird, wahrscheinlicher. Freuen können sich die Gladbacher darüber aber dennoch nicht. „Es ist schade, dass die kleinen Vereine ihr Heimrecht nicht wahrnehmen können. Aber in diesem Jahr ist alles anders“, sagt Sportdirektor Max Eberl, der auch eine Wiedergutmachung für den Viertligisten parat hat. „In der Zukunft werden wir dafür ein Testspiel beim FCO austragen.“