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Borussia Mönchengladbach: Marco Rose fordert nach 3:0 gegen Schalke Demut

„Demütig damit umgehen“ : Rose fordert erleichterte Borussen zum Nachlegen auf

„Es war nicht immer alles schlecht“, sagte Marco Rose nach dem ersten Sieg nach zuvor neun Spielen ohne. Trotzdem war dem Trainer bewusst, dass Borussia mal wieder liefern musste. Rose fordert nun einen vernünftigen Umgang mit dem 3:0 auf Schalke.

Marco Rose hielt sich in seinem Fazit gar nicht lange mit den Details des 3:0-Sieges beim FC Schalke 04 auf, der Borussias Serie von sieben Niederlagen in Folge beendete. „Mal wieder ein Spiel zu gewinnen, fühlt sich gut an“, sagte der Trainer und erklärte direkt, wie es weitergehen müsse: „Jetzt ist es wichtig, dass wir die richtigen Dinge daraus ziehen, das Gefühl mitnehmen, uns das Gefühl wieder erarbeiten und dranbleiben. Wir müssen versuchen, weitere Siege folgen zu lassen.“

Lars Stindl hatte die Borussen schon in der 15. Minute in Führung geschossen, seit dem 3. Februar hatten sie in neun Spielen überhaupt nur einmal, beim 2:3 gegen RB Leipzig, vorne gelegen. In der 63. Minute legte Stefan Lainer rechtzeitig mit seinem Tor nach einer Ecke nach. Frederik Rönnows Eigentor neun Minuten später wischte die letzten Milligramm Zweifel, wer dieses Spiel gewinnen würde, weg. „Wir haben ein bisschen das bestätigt, was wir in den Wochen vorher immer gesagt haben. Die Jungs haben immer wieder an positiven Ergebnissen geschnuppert“, sagte Rose. „Zwischendurch waren wir zweimal chancenlos gegen Manchester City in der Champions League. Aber es war nicht immer alles schlecht.“

Ähnlich äußerte sich Nationalspieler Matthias Ginter, bemerkte aber auch einen Unterschied auf Schalke. „Es war unser großes Ziel, zu gewinnen. Von der ersten Minute an haben wir versucht, das umzusetzen. Klar, es war nicht alles rund. Aber ich glaube, dass wir verdient gewonnen haben“, sagte der 27-Jährige. „Wir hatten die Konsequenz, die uns in den letzten Spielen vielleicht gefehlt hat. Es war nicht viel, aber immer ein bisschen.“ Auch jetzt sei aber nicht alles rund gelaufen, sagte Ginter. „Wir hatten übers ganze Spiel im Zentrum einfache Ballverluste und haben Schalke zu der einen oder anderen Halbchance eingeladen“, bemängelte der Abwehrchef.

Zwei Wochen dürfen Borussias Profis dieses Gefühl nun genießen, wobei bei Torschütze Lainer vor allem eines dominierte: „Die Erleichterung ist extrem groß. Vor der Länderspielpause war es ganz wichtig, dass wir ein Erfolgserlebnis geholt haben. Von den Leistungen her war es in den letzten Wochen ja doch das eine oder andere Mal positiv. Trotzdem stehen ganz oben die Ergebnisse.“ 1:2, 0:2, 2:3, 0:1, 0:1, 1:3, 0:2 und jetzt 3:0 – die Niederlagenserie ist auf jeden Fall gestoppt, kurz vor der Einstellung des Negativrekordes aus dem Jahr 1989 unter Trainer Wolf Werner.

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Rose betonte, dass ihm schon klar gewesen sei, dass er und seine Mannschaft irgendwann einmal liefern mussten. „Mich freut es sehr für den Verein, für die Jungs, für uns alle. Trotzdem ist es mir nach dem Sieg sehr wichtig, dass wir nach so einer langen Zeit demütig damit umgehen“, sagte der Trainer und forderte damit den nötigen Realismus ein. In zwei Wochen kommt am 3. April der SC Freiburg in den Borussia-Park.

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