Borussia Mönchengladbach: Marco Rose darf gegen AS Rom wieder aussortieren

Weitere Verletzte zurück : Rose kann wieder unangenehme Entscheidungen treffen

Am Dienstag kehrten Fabian Johnson, Raffael, Ramy Bensebaini und Alassane Plea ins Training zurück. Damit stehen Marco Rose erstmals wieder mehr Profis zur Verfügung als Plätze im Spiel-Kader vorhanden sind.

In den vergangenen Wochen war es eigentlich klar, wer es bei den Spielen der Borussen in den Kader schafft. „Es geht momentan darum, elf gesunde Spieler zu finden“, sagte Trainer Marco Rose sogar nach dem 2:1-Sieg in Leverkusen über die angespannte Personalsituation. Er musste sein Team immer wieder mit Spielern wie Babis Makridis und Conor Noß aus der U23 auffüllen. Doch am Donnerstag beim Europa-League-Spiel gegen AS Rom (21 Uhr) wird es nach langer Zeit mal wieder so sein, dass Rose mehr Profis zur Verfügung hat als er in den Kader berufen darf.

20 Akteure darf Gladbachs Trainer für die Partie gegen die italienischen Hauptstädter benennen. Nachdem beim Trainingsauftakt aber mit Raffael, Ramy Bensebaini, Fabian Johnson und Alassane Plea vier Ausfälle der jüngeren Vergangenheit wieder trainierten, stehen den Borussen nun wieder 20 Feldspieler (Andreas Poulsen nicht mitgerechnet, da er nicht für den Europapokal gemeldet wurde) zur Verfügung. 18 schaffen es aber nur in den Rom-Kader. Marcus Thuram (Knieprobleme) und Nico Elvedi (muskuläre Probleme) trainierten am Dienstag zwar nicht mit, werden aber gegen Rom wohl dabei sein.

Zwei Spielern wird Rose also spätestens am Donnerstag vor der Partie mitteilen müssen, dass es bei ihnen nicht für den Kader reicht. Wahrscheinlich werden es zwei der jüngsten Rückkehrer sein, die noch nicht so weit sind, um ihren Kollegen ein gleichwertiger Konkurrent zu sein. Johnson und Raffael sind da die Kandidaten.

Während das für die Betroffenen eine schlechte Nachricht sein wird, ist das wieder erneuerte Gefühl für Rose, eine unangenehme Kader-Entscheidung treffen zu müssen, eine gute Nachricht. Nachdem die Anzahl der Verletzten sich zeitweise bereits im zweistelligen Bereich befand, fallen  in Tobias Sippel, Keanan Bennetts und Torben Müsel derzeit nur drei Spieler aufgrund von Verletzungen aus. Mamadou Doucouré wird derzeit geschont, nachdem sein Körper auf die Belastungen in der U23 reagierte, Julio Villalba hat nach einer Muskelverletzung gerade beim Team von Arie van Lent das Training aufgenommen.

Breel Embolo wird in dieser Woche auch noch keine Option für Rose sein, also weder gegen Rom als auch am Sonntag beim Ligaspiel gegen Bremen (13.30 Uhr), er hat aber am Dienstag ebenfalls Fortschritte gezeigt und konnte bereits einige intensivere Läufe absolvieren. Nach der Länderspielpause soll auch der Schweizer wieder angreifen können.

Damit hat Borussia eine lange Misere an Verletzungen vorerst größtenteils überstanden. Und Rose darf künftig wieder unangenehme Entscheidungen treffen, über die er froh ist, dass es sie gibt.

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