Borussia Mönchengladbach: Marco Rose bekam bei Saisoneröffnung Gänsehaut

60.000 kamen zur Saisoneröffnung : Borussias Fans sorgen für Gänsehaut bei Rose

Dieses Jahr kamen 60.000 Besucher zur Saisoneröffnung von Borussia Mönchengladbach. Das ließ auch den neuen Trainer Marco Rose nicht kalt. Der 42-Jährige bekam beim Anblick der vielen Fans Gänsehaut.

Marco Rose versprühte bei der Saisoneröffnung der Gladbacher am Borussia-Park eine gewisse Lässigkeit, so hatte man den neuen Trainer des Bundesligisten während seiner ersten fünf Wochen in Mönchengladbach kennengelernt. In kurzer Sportkleidung stand er auf der Bühne, die linke Hand in der Hosentasche, die rechte am Mikrofon. Doch Rose ist auch ein emotionaler Mensch, daraus macht er keinen Hehl. Auch nicht, als er seine Hand aus der Hosentasche nahm, um zu verdeutlichen, was er verwörtlichte: „Ich habe Gänsehaut“, sagte Rose, nachdem ihn tausende Gladbach-Fans gesanglich mit „Die Seele brennt“, der neuen Einlaufhymne im Borussia-Park, auf der Bühne begrüßten.

Rose kommt bei den Anhängern an. „Ich bin ein Menschenfreund“, sagt er. Und der neue Trainer ist auch schon für die Gladbacher offenbar ein Freund gewonnen. Sie applaudierten ihm, schrien seinen Namen lauthals nach dem Kommando des Moderators und holten sich unzählige Autogramme und Selfies von und mit dem neuen Trainer der Borussen. „Hier bin ich richtig“, sagte Rose. „Ich fühle mich in Mönchengladbach jetzt schon pudelwohl. Der Verein ist toll, die Fans, der Umgang miteinander.“

Auch die Neuzugänge Marcus Thuram, Stefan Lainer, Breel Embolo und Max Grün erlebten erstmals den Fan-Tag am Borussia-Park, zu dem in diesem Jahr 60.000 Sympathisanten des Klubs kamen. „Das ist etwas ganz anderes als bei meinem ehemaligen Verein, das macht richtig Spaß hier“, sagte Lainer, der für zwölf Millionen Euro vom RB Salzburg kam und damit Rose nach Mönchengladbach folgte.

Doch auch die Spieler, die schon länger die Borussia-Raute tragen, waren begeistert von der Veranstaltung, die speziell für die Fans da ist und ihnen verdeutlichen soll, dass der Klub lebt, was er verspricht, nämlich ein familienfreundlicher Verein zu sein. „Es kommen jedes Jahr mehr Leute, jedes Jahr wird ihnen hier an diesem Tag mehr geboten“, sagte Kapitän Lars Stindl. „Das gibt uns immer enorm viel Kraft.“

Die brauchten die Gladbacher Profis auch an diesem Tag. Für unzählige Unterschriften und Fotos stellten sie sich in der sechs Stunden dauernden Saisoneröffnung zur Verfügung. Auch Sportdirektor Max Eberl unterbrach dafür seine Aktivitäten im Büro. Er bestätigte, dass er noch einen Spieler verkaufen muss, um Malang Sarr von OGC Nizza zu verpflichten. „Wir haben eine Personalie im Kopf, aber momentan ist der Geldbeutel zu leer, um das umzusetzen“, sagte er auf der Bühne.

Marco Rose (rechts) bekam auf der Bühne hinter der Nordkurve Gänsehaut. Foto: Reichartz,Hans-Peter (hpr)
Publikumsliebling: Patrick Herrmann war in Sachen Autogramme sehr gefragt. Foto: Hochrainer. Foto: Sebastian Hochrainer

Eberl machte aber auch deutlich, worauf er – und wohl auch viele andere Borussen – sich in dieser Saison ganz besonders freuen: die Teilnahme an der Europa League. Auf die Frage, was sein größter Wunsch für die kommende Spielzeit sei, antwortete Borussias Sportdirektor: „Dass wir die Rolle in Europa einnehmen, die in der vergangenen Saison ein anderer deutscher Klub (Eintracht Frankfurt, Anm. d. Red.) innehatte.“ Die Borussia-Familie freut sich nach zwei Jahren Abstinenz wieder auf tolle Europapokal-Abende.

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