Borussia Mönchengladbach: Marco Cirillo überrascht unter Arie van Lent in der U23

Sein Ex-Klub ist der nächste Gegner : Cirillo ist die größte Überraschung in Borussias U23

Vor etwas mehr als einem Jahr wechselte Marco Cirillo nach Gladbach. Bei Borussias U23 hat sich der Mittelfeldspieler mittlerweile durchgesetzt, nun geht es gegen seinen Ex-Klub Wuppertaler SV.

Stellt man die Frage nach den Gewinnern des ersten Saisondrittels in Borussias U23, so landet man unweigerlich auch bei Marco Cirillo. Der Mittelfeldspieler kam in der vorigen Winterpause vom Wuppertaler SV zu Borussia. Am Samstag spielt er um 14.30 Uhr im Grenzlandstadion gegen seinen Ex-Klub von der Wupper.

Nach seinem Wechsel musste Cirillo sich in der Rückrunde erstmal damit abfinden, nicht wirklich viel zu spielen. Gerade einmal vier Einsätze mit 74 Minuten kamen zustande, kein Mal spielte er von Beginn an. Das hat sich in der laufenden Saison stark verändert. In zehn von zwölf Spielen wirkte er mit, spielte 618 Minuten, stand sechsmal zu Beginn auf dem Platz und schoss auch ein Tor. Gegen Rot-Weiss Essen bereitete er zudem einen Treffer mit einem 40-Meter-Traumpass vor.

„Gefühl im Fuß hat er auf jeden Fall, und er ist auch immer fleißig auf dem Platz“, lobt sein Trainer Arie van Lent. „Manchmal will er allerdings noch zu sehr überall auf dem Platz sein und vergisst seine Position, das muss er sicher noch lernen. Und auch am Tempo gilt es sicher noch zu arbeiten“, sagt der Coach, der auch bemerkt hat, dass Cirillo inzwischen mehr in den Fußball investiert als noch vor einem Jahr. „An die Profi-Bedingungen und so viel Training musste er sich sicherlich auch erst gewöhnen, aber er macht das inzwischen wirklich sehr gut.“

Wenn die Wuppertaler am Samstag durch das Tor des Grenzlandstadions fahren, wird etwas überraschend auch ein alter Bekannter im Bus des WSV sitzen. Denn am Donnerstag präsentierte Wuppertal den ehemaligen Borussen-Profi Alexander Voigt als neuen Trainer. Und da der Verein in massiven finanziellen Schwierigkeiten steckt, führt der 41-Jährige die Aufgabe bis zum Sommer ehrenamtlich aus. Bis zum September war er für die SSVg Velbert in der Oberliga tätig.

Seit acht Spielen warten die Wuppertaler schon auf einen Sieg, und nur ungern würde van Lent zulassen, dass sich das am Samstag ändert. „Sie haben es zuletzt sowohl abwartend als auch aktiv versucht. Prinzipiell denke ich nicht, dass sie gegen uns offensiv ins Spiel gehen werden“, vermutet der Borussen-Coach. Durch den Trainerwechsel dürfte die Prognose nicht leichter geworden sein.

Mehr Personal als zuletzt steht van Lent auf jeden Fall zur Verfügung. Denn die Junioren-Nationalspieler Kaan Kurt, Jacob Italiano und Conor Noß sind gesund heimgekehrt. Noch nicht am Samstag, aber bald sind zudem auch Mika Hanraths und Florian Mayer wieder Alternativen, die wieder ins Training eingestiegen sind. Für Mayer endet damit eine Leidenszeit von mehr als einem halben Jahr.

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