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Borussia Mönchengladbach: Manchester City war "eine Nummer zu groß"

Borussias Königsklassen-Aus : „City hat uns im Pressing regelrecht aufgefressen“

Die Borussen gestanden die Überlegenheit des Gegners beim 0:2 gegen Manchester City im Champions-League-Achtelfinale neidlos ein. Und sie gaben sich kämpferisch, was den Rest der Saison angeht.

Pep Guardiola war zufrieden. „Wir hätten ein paar Tore mehr schießen können. Aber großes Lob an die Mannschaft, wir sind eine Runde weiter. Wir waren sehr aggressiv, alle haben einfach gespielt, die Bewegungen ohne Ball waren gut. Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg“, sagte der Trainer von Manchester City nach dem 2:0 seines Teams gegen Borussia Mönchengladbach in Budapest und dem damit verbundenen Einzug ins Viertelfinale der Champions League.

Wenn der Perfektionist Guardiola so zufrieden ist – nach dem 2:0 im Hinspiel war das nicht der Fall, da monierte er Inkonsequenz im letzten Drittel – bedeutet das nichts Gutes für den Gegner. Zwar war Ergebnis gnädig, doch die große Überlegenheit von Guardiolas Team wird durch Zahlen jenseits des reinen Resultats deutlich. 847 Pässe spielte City, 92 Prozent davon kamen an, das, in Verbindung mit fast 70 Prozent Ballbesitz, bedeutet: Der Gegner machte lange, schmerzhafte Wege. Und vor allem: Er rannte vor allem hinterher.

„Der Gegner war bärenstark, das muss man neidlos anerkennen. Manchester City ist in der Verfassung sicher eine Nummer zu groß für uns. Mit dem Ball und gegen den Ball sind sie einfach richtig gut. Man hat gesehen, dass Glaube da war. Wenn du die Qualität dieses Gegners aber am eigenen Leib spürst, dann kann es auch mal zäh und schwer werden“, sagte Borussias Trainer Marco Rose.

„City war zweimal klar die bessere Mannschaft. Wir sind verdient raus. Wenn wir gegen so eine Mannschaft bestehen wollen, müssen wir auf Top-Level sein, das sind wir im Moment einfach nicht“, befand auch Torwart Yann Sommer, der bei den Toren von Kevin De Bruyne (12.) und Ilkay Gündogan (18.) keine Chance hatte. „Solche Mannschaften geben dir nicht viel Platz und viele Räume, und wenn du sie hast, musst du sie nutzen. Das ist uns in beiden Spielen nicht gelungen“, sagte der Schweizer.

„City hat uns im Pressing regelrecht aufgefressen, wenn wir nicht schnell genug waren“, gab Kapitän Lars Stindl zu, der vor dem 0:1 in einem Zweikampf gegen den Assistgeber Riyad Mahrez nicht standhaft genug war. „Wir haben gesehen, dass uns da noch einiges fehlt“, sagte Stindl.

Nach acht Spielen endete die Champions-League-Saison der Borussen somit. Zwei Siege, zwei Remis und zuletzt vier Niederlagen, die letzten drei jeweils mit 0:2, das ist die Bilanz der dritten Teilnahme an der Königsklasse, die durch die erste Achtelfinal-Teilnahme insgesamt 40 Millionen Euro eingebracht hat. „Wir haben trotz der Niederlagen gegen City Großes geleistet, wir haben tolle Spiele gegen überragende Mannschaften gezeigt. Ich bin stolz auf uns als Mannschaft. Aber jetzt kurz nach dem Aus überwiegt die Enttäuschung“, sagte Sommer.

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Der Pokal und die Königsklasse sind vorbei, es bleibt die Bundesliga. Da gab es zuletzt lauter Niederlagen, Borussia ist auf Rang zehn abgerutscht. „Wir sind uns bewusst, dass es eine schwierige Phase ist“, sagte Stindl nach der siebten Pflichtspiel-Niederlage am Stück. „Wir haben am Freitag in Augsburg einen ordentlichen Auftritt hingelegt, auch wenn es komisch klingt. Aber im Fußball geht es um Punkte und da haben wir wieder mal ein schlechtes Resultat erzielt.“

Er machte eine klare Ansage für die letzten acht Spiele der Saison. „Aber wir werden nicht aufstecken, das was schon immer so: Nur wer sich weiter fokussiert auf das, was beeinflussen kann, wird am Ende auch belohnt. Und das werden wir am Samstag auf Schalke versuchen“, sagte der 32-Jährige. Auch Sommer gab sich kämpferisch beim Blick nach vorn. „Wir werden bereit sein. Wir sind uns selbst einiges schuldig nach den letzten Wochen und wollen Gas geben“, stellte er klar.

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