Borussia Mönchengladbach: Manager Max Eberl möchte in die Champions League - Gerüchte um Max Kruse

Borussia-Manager lässt den Stürmer nicht ziehen : Eberl braucht Plea für die Champions League und Europa

Manager Max Eberl hat klargestellt, dass die Borussen ihren Torjäger Alassane Plea brauchen, wenn in die Champions League oder in die Europa League wollen.

Borussia Mönchengladbach hat eine Maxime, und die wird geleitet vom Realismus. Der besagt, dass der Fußball unberechenbar ist, weswegen große Ansagen zuweilen nicht eingehalten werden können. Die Gladbacher schauen daher lieber von Spiel zu Spiel und nicht auf die Tabelle. Saisonziele werden eher zurückhaltend formuliert, im üblichen Sprachgebrauch ist von einem „einstelligen Tabellenplatz“ die Rede. Dass die Borussen gleichwohl „in die Champions League“ und „nach Europa“ wollen, sagte Manager Max Eberl in der Sendung „100 % Bundesliga“ des Privatsenders Nitro.

Weswegen die Borussen ihren Torjäger Alassane Plea nicht abgeben werden. „Aber ich möchte in die Champions League, nach Europa kommen. Da brauche ich einen, der Tore schießt. Daher werden wir Pléa nicht abgeben“, sagte Eberl und erteilte damit den Gerüchten eine Absage, der chinesische Klub Dalian Yifang wolle den Franzosen verpflichten.

Mit seiner Aussage hat er auch etwas forscher als sonst angedeutet, was die Gladbacher wollen: Bestenfalls die Teilnahme an Europas Meisterklasse. Er warf aber ein: „Das ist momentan sehr weit weg. Ich glaube, dass wir alle Großartiges im Kopf haben und dem großen Traum von Europa nachstreben. Das ist ganz normal. Wir haben uns aber darauf verschworen, Schritt für Schritt nachzudenken, und das nächste Spiel wäre dann Schalke 04“, sagte Eberl.

Nach 19 Spielen sind die Borussen mit 39 Punkte Dritter und haben acht Punkte Vorsprung auf den fünften Rang. Am Samstag nach dem 2:0 gegen den FC Augsburg, hatte Eberl die Fragen nach der Champions League gewohnt defensiv beantwortet, was ein Prinzip in dieser Saison bleibt.

In dieser spielt der junge Slowake Laszlo Bénes keine Rolle. Der 21-Jährige konnte im umkämpften Mittelfeld keinen der drei Plätze ergattern. Er kommt bisher nur auf 26 Einsatzminuten. Nun soll das Talent Spielpraxis sammeln beim Zweitligisten Holstein Kiel, an den er ausgeliehen wird (Hier geht’s zu unserem Transferticker). Auch das kündigte Eberl bei seinem Nitro-Auftritt an. Die Gladbacher haben gute Erfahrungen gemacht mit der Ausleihe junger Spieler an ambitionierte Zweitligisten. 2017 gaben sie den gerade erst erworbenen Florian Neuhaus an Fortuna Düsseldorf bei, der Mittelfeldspieler trug mit starken Leistungen zum Aufstieg der Fortunen bei.

„Man sagt nicht umsonst „Stahlbad Zweite Liga“, das trifft sicher voll zu. Ich habe das genutzt und Vieles angenommen, um daraus zu lernen. Düsseldorf war auf jeden Fall eine wichtige Station in meiner Karriere“, sagte Neuhaus unserer Reaktion rückblickend auf seine Zeit in Düsseldorf. Einen ähnlichen Effekt dürfte sich Eberl bei Bénes erhoffen. Bis Saisonende ist das Leihgeschäft zunächst ausgelegt, Bénes, der 2016 von MSK Zilina nach Gladbach gekommen war, seither aber einiges Verletzungspech hatte, wird erpicht darauf sein, sich endlich ausführlich zu zeigen. Auch über einen Wechsel zu Fortuna war früher spekuliert worden, doch das war keine Option für die Gladbacher.

Über eine weitere Personalie wird spekuliert. Eberl wurde auf den Ex-Borussen Max Kruse angesprochen und gefragt, ob dieser interessant sei. Eberl lobte die Qualitäten des derzeitigen Kapitäns von Werder Bremen, der von 2013 bis 2015 in 77 Pflichtspielen 25 Tore für Gladbach machte, hinzu kamen 22 Vorlagen. Der Vertrag des 30-Jährigen läuft im Sommer 2019 aus. Ist eine Gladbach-Rückkehr eine Option? Nein, Kruse wird nicht kommen, ist von den Borussen zu hören.

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