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Borussia Mönchengladbach: Manager Max Eberl hält an Trainer Marco Rose fest - die Stimmen zum DFB-Pokal

„Eine Riesenenttäuschung“ : So ordnet Gladbach Pokal-Aus und Leistung gegen den BVB ein

Matthias Ginter verspürt nach dem 0:1 im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Borussia Dortmund „eine Riesenenttäuschung“. Max Eberl stärkt Marco Rose erneut den Rücken.

Matthias Ginter weiß, wie sich ein Pokalsieg anfühlt. 2017 hat er den „Pott“  mit Borussia Dortmund gewonnen. Nun wollte der Nationalspieler das Gefühl auch mit Borussia Mönchengladbach erleben. Doch sein Ex-Verein hat ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht mit dem 1:0-Sieg im Borussia-Park. „Wir wollten den Pokal gewinnen, jetzt ist eine Riesenenttäuschung da. Wir müssen uns wieder aufraffen. Zwischendurch haben wir drei, vier Wochen alles gewonnen, nun fünf Wochen kaum etwas“, sagte Ginter und sortierte damit das Pokal-Aus in den Gesamtzusammenhang ein.

Das 0:1, das Jadon Sancho mit seinem Tor besiegelte, war Gladbachs vierte Pflichtspiel-Niederlage in Folge, seit insgesamt sechs Spielen ist Gladbach sieglos, gewonnen wurde nur eines der letzten acht Spiele. In der Bundesliga auf Rang neun abgerutscht, in der Champions League nach dem 0:2 gegen Manchester City nur noch mit theoretischen Chancen auf das Weiterkommen ausgestattet und nun das Scheitern im DFB-Pokal – seit einem Monat geht nichts mehr bei den Borussen. Wobei das Pokalspiel das beste Spiel in diesem Reigen war.

„Ich denke, dass wir über 90 Minuten gezeigt haben, dass wir unbedingt weiterkommen wollten. Wir haben alles reingeworfen und wenig zugelassen. Aber Dortmund hat den Konter überragend ausgespielt. Das war der entscheidende Unterschied heute“, sagte Rechtsverteidiger Stefan Lainer.

Der Ballverlust von Florian Neuhaus am BVB-Strafraum leitete das Tor des Gegners ein, Marco Reus schickte dann Sancho auf den Weg. „Es war ein 50:50-Spiel auf Messers Schneide. Dortmund hat das erste Tor gemacht. So eine Situation kann immer passieren. Danach haben wir eine Viertelstunde gebraucht, um uns zu fangen, und hatten eine gute Schlussphase. Wir können jetzt über unsere Leistung reden, aber wir sprechen vom DFB-Pokal und sind nicht weiter. Das ist es, was am Ende steht. Das ist enorm bitter und enttäuschend“, sagte Mittelfeldmann Christoph Kramer.

Die erneute Niederlage und der geplatzte Traum vom Pokalsieg schmerzen die Borussen und ihre Fans, werden aber nicht dazu führen, dass Manager Max Eberl seine Entscheidung ändert, die Saison mit Trainer Marco Rose trotz dessen Wechsel zum BVB zu beenden. Das stellte Eberl im Vorfeld des Spiels nochmal klar. „Ich sehe den Grund nicht, warum es nicht funktionieren soll“, sagte Eberl in der „ARD“. Der Abschied sei im Sommer, nicht jetzt.

Gegen den BVB verkaufte sich Gladbach besser in den Spielen zuvor. „Jeder, der das Spiel gesehen hat, weiß, dass es keinen Einfluss hatte. Wir haben super Fußball gespielt und waren überlegen. Es fehlte nur das letzte Quäntchen vor dem Tor", bestätigte Nationalspieler Jonas Hofmann den Eindruck Eberls, der keine chemischen Störungen zwischen Trainer und Team sieht. „Da gibt es nullkommanull Probleme. Das spüre ich, das ist das Entscheidende. Es funktioniert“, sagte Eberl.

Also ist es weiter an Rose, die Enttäuschung des Ausscheidens im Pokal aufzuarbeiten und dann die Negativserie in der Bundesliga abzuwenden. „Es geht darum, dranzubleiben und die Dinge kritisch aufzuarbeiten. Aber es ist auch wichtig, den Spirit vom Pokalspiel zu behalten“, sagte Rose. In der Bundesliga steht nun das Krisenduell mit den ebenfalls angeschlagenen Leverkusenern.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Gladbach - Dortmund: die Fohlen in der Einzelkritik