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Borussia Mönchengladbach: Mamadou Doucourés nächster Schritt

Debüt im Profi-Kader : Doucourés nächster Schritt zurück ins Team

Der Franzose ist seit 2016 Borusse. Doch Verletzungen verhinderten bisher, dass Mamadou Doucouré durchstartete. Nun gehört er beim Europa-League-Spiel bei Basaksehir FK erstmals zum Kader von Trainer Marco Rose.

Mamadou Doucouré lächelte. Er stand am Check-in-Schalter am Gate 31 des Terminal C des Düsseldorfer Flughafens und machte sich auf den Weg in den Flieger mit der Nummer XQ5005 nach Istanbul. Was müssen ihm für Gedanken durch den Kopf gegangen sein in diesem Moment. Ihm, dem großen Pechvogel der vergangenen drei Jahre, der immer wieder ausfiel wegen schwerer Muskelverletzungen. Und nun ist er gesund, hat schon drei Einsätze bei der U23 in der Regionalliga gehabt – und steht jetzt, beim Europa-League-Spiel der Borussen bei Basaksehir FK erstmals im Profikader. „Es fühlt sich gut an“, sagte der im kurzen Gespräch mit unserer Redaktion.

Theoretisch könnte es ein Kaltstart für den 21 Jahre alten Franzosen werden, der 2016 aus der Jugend Paris Saint Germain nach Gladbach kam. Doch dass er gleich in der Startelf steht, ist auszuschließen, Marco Rose wird auf diejenigen bauen, die auch beim 3:0 bei 1899 Hoffenheim spielten. Doch geht es bei einem, der eine solche Leidenszeit hinter sich hat, gar nicht mal um die ganz großen Dinge. Es geht immer um den nächsten Schritt, um das Gefühl, heranzukommen an das große Ziel.

„Mamadou hat eine schwere Zeit hinter sich. Er hat es sich verdient, in Istanbul mit dabei zu sein. Er hat immer wieder mal in der U23 gespielt, wir werden es sukzessive steigern. Er ist gut drauf, er fühlt sich gut, er trainiert gut“, sagte Trainer Marco Rose am Donnerstag. „Wir hoffen natürlich, dass er zeitnah eine feste Alternative für den Kader der ersten Mannschaft sein kann, darüber würden wir uns alle riesig freuen“, sagte Rose.

Am Mittwochabend beim Abschlusstraining war Doucouré natürlich dabei und spürte somit im bereits voll auf die Europa League eingestellten Fatih Terim Stadyumu von Basaksehir internationales Flair. Nochmal ein Moment, in dem Doucouré recht aufgewühlt gewesen sein dürfte. Er hat nie aufgegeben, hat sich immer wieder zurückgekämpft und ist nun mittendrin. Möglich, dass er in der Hinrunde noch zum ersten Pflichtspieleinsatz kommen wird.

Doucouré ist mit einer neuen Nummer, der vier, in die Saison gegangen. Sie sollte ihm Glück bringen, und es scheint, als sei das tatsächlich der Fall. Dass er sein Handwerk nicht verlernt hat, zeigte der Defensivspieler bei seinen Auftritten in der U23. Bei den Profis hat er bisher nur in Testspielen mitgewirkt. Nun feiert er das Kader-Debüt. Dieser 2. Oktober wird in Doucourés Karriere ein besonderer Tag sein. Und am Donnerstag wird er dann wohl auch auf der Bank sitzen. Der nächste Schritt wäre das erste Spiel. Er ist ganz nah dran.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Mamadou Doucouré