Nach Knieverletzung Borussias Doucouré trainiert wieder auf dem Platz

Mönchengladbach · Im September hat sich Mamadou Doucouré in einem Spiel der U23 verletzt. Mittlerweile neigt sich seine Reha dem Ende entgegen, der Franzose ist wieder auf dem Trainingsplatz zu sehen. Ursprünglich war seine Rückkehr allerdings schon eher vorgesehen.

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Foto: dpa/Jan-Philipp Strobel

32 Sekunden dauert das Video, das Borussia am Mittwoch in den Sozialen Medien veröffentlicht hat. Hauptprotagonist ist Florian Neuhaus. Er passt, dribbelt und sprintet, um nach seinem Kreuzbandanriss optimal auf den Trainingsstart am kommenden Dienstag vorbereitet zu sein. Der Clip zeigt aber nicht nur Neuhaus, sondern in drei kurzen Sequenzen auch Mamadou Doucouré.

Gemeinsam mit Neuhaus absolviert der Franzose in dieser Woche unter Anleitung des Reha-Trainers Jonas Rath die Übungen auf dem Trainingsgelände am Borussia-Park. Beim 2:2 gegen Wattenscheid Mitte September trat Doucouré zuletzt in Erscheinung, damals gehörte er in der Regionalliga West zur Startelf von Coach Eugen Polanski, nach 23 Minuten musste er verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

Die Diagnose hielt für den 24-Jährigen eine gute und eine schlechte Nachricht bereit: Eine Muskelverletzung hatte sich der Innenverteidigung dieses Mal nicht zugezogen, dafür allerdings eine Kapselverletzung im Knie, die mit einem erneuten Ausfall einherging. Knapp drei Monate sind seitdem vergangen, Doucouré konnte vor der WM-Pause noch nicht sein Comeback feiern. Nach Informationen unserer Redaktion war seine Rückkehr ursprünglich früher vorgesehen, doch Doucourés Verletzungs-Historie macht jede Reha zu einem Prozess, bei dem die mentale Belastung für den einstigen U-Nationalspieler Frankreichs besonders berücksichtigt werden muss.

Mittlerweile hofft der Klub darauf, Doucouré im neuen Jahr wieder in der U23 einsetzen zu können. Dort sammelte er im August beim 0:0 gegen den Wuppertaler SV seinen einzigen 90-Minuten-Einsatz, seit er 2016 aus der Jugend von Paris Saint-Germain kam. Im neuen Jahr geht es bei Doucouré wieder von vorne los, an längere Einsatzzeiten wird er sich zunächst – wie schon so häufig in seiner Karriere – wieder herantasten müssen. Dass Doucouré eines Tages eine ernsthafte Alternative bei den Profis ist, ist aufgrund seiner Krankenakte mittlerweile kaum noch vorstellbar, rund 1500 Ausfalltage sind seit seinem Wechsel zusammengekommen.

Möglicherweise ist der Euregio-Cup, den der Klub initiiert hat, für Doucouré neben der U23 eine weitere Möglichkeit, Spielpraxis zu sammeln. Sechs Partien gegen den Nachwuchs Standard Lüttichs, des FC Utrecht und der PSV Eindhoven sollen bis zum Saisonende in einem Hin- und Rückspiel ausgetragen werden. Das erste Duell mit Lüttich sollte am vergangenen Dienstag stattfinden, wurde aber aufgrund der Witterungsverhältnisse kurzfristig abgesagt.

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