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Borussia Mönchengladbach: Mamadou Doucouré erneut zurückgeworfen

„Er ist sehr, sehr fragil“ : Borussias Doucouré erleidet nächsten Rückschlag

Mamadou Doucouré spielt seit 2016 bei Borussia Mönchengladbach, hat aufgrund zahlreicher Verletzungen aber erst zweimal für die Profis gespielt. Am Donnerstag wurde der Franzose erneut zurückgeworfen. Was sein Trainer Adi Hütter über den 23-Jährigen sagt.

Am Donnerstag war Mamadou Doucouré wieder gemeinsam mit seinen Mannschaftskameraden auf dem Trainingsplatz am Borussia-Park zu sehen, nachdem er am Dienstag noch individuell trainiert hatte. Die Übungen und Spielformen, die Adi Hütter trainieren ließ, konnte der Franzose zunächst auch ohne Probleme mitmachen, doch bis zum Ende hielt Doucouré nicht durch.

„Er musste den Platz frühzeitig verlassen, weil muskulär wieder Probleme aufgetreten sind“, sagte Hütter im Anschluss. Für den 23-Jährigen ist es der nächste Rückschlag, hatte es zuletzt doch so ausgesehen, als wäre er bald bereit, zumindest mal wieder in Borussias zweiter Mannschaft Spielpraxis zu sammeln.

„Es macht keinen Sinn, aktuell darüber nachzudenken, ihn in der U23 spielen zu lassen. Er ist sehr, sehr fragil. Das ist sehr schade, weil er sicherlich ein absoluter Top-Spieler wäre“, sagte Hütter, der Doucouré vor drei Wochen im Heimspiel gegen Union Berlin (1:2) nach dem Ausfall von Laszlo Bénes kurzfristig in den Kader berufen hatte, um den Innenverteidiger für seinen Trainingsfleiß mit einem Platz auf der Bank zu belohnen.

Ein Einsatz ist aktuell wieder in weite Ferne gerückt. „Es ist schade, dass der Körper nicht immer so mitspielt, wie er und wie wir uns das wünschen und es ist schade, einen Spieler mit so einem Potenzial nicht öfter auf dem Platz zu sehen“, sagte Hütter. Vier Muskelbündelrisse, ein Muskelteilabriss und ein Achillessehnenriss haben sich in Doucourés Krankenakte in den vergangenen Jahren angesammelt. Hinzu kommen zahlreiche Trainingseinheiten, in denen er aufgrund muskulärer Probleme kürzertreten musste. Seit seinem Wechsel von Paris St. Germain nach Gladbach im Jahr 2016 hat der Linksfuß mehr Zeit in der Reha als auf dem Fußballplatz verbracht.

„Damit muss er kämpfen, wir natürlich auch, weil wir uns wünschen würden, dass er langsam wieder in die Gänge kommt und in der U23 spielt, um möglicherweise irgendwann eine Alternative zu sein“, sagte Hütter. Diesen Wunsch hatten bereits seine Vorgänger Marco Rose und Dieter Hecking, immer wieder wurde Doucouré zurückgeworfen. „Heute gab es wieder einen Rückschlag, das tut mir unglaublich leid für diesen Jungen“, so Hütter. Dass zu seinen zwei Profi-Einsätzen noch weitere hinzukommen, wird immer unwahrscheinlicher.

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