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Borussia Mönchengladbach: Mamadou Doucouré arbeitet nach Achillessehnenriss am Comeback

Verletzter Borusse : So läuft der Heilungsprozess bei Doucouré

Mamadou Doucouré arbeitet nach seinem Achillessehnenriss in der Reha an seinem Comeback. Die absolviert er sowohl in Mönchengladbach als auch in Paris. Borussias Sportdirektor Max Eberl hat erzählt, welche Fortschritte der 23-Jährige aktuell macht.

Die Borussen stecken mitten in der Saisonvorbereitung. Zwei Wochen sind es noch bis zum Pflichtspielstart im DFB-Pokal beim 1. FC Kaiserslautern. Nicht dabei ist Mamadou Doucouré. Wie schon so häufig in der Vergangenheit fällt der Franzose, der als 18-Jähriger zu Borussia gewechselt, mittlerweile aber schon 23 Jahre alt ist, mit einer Verletzung aus. Dieses Mal ist jedoch nicht seine Oberschenkelmuskulatur betroffen, sondern die Achillessehne. Die riss bei einem Training der vergangenen Saison, das hatte der Verein Ende April bekanntgegeben.

Seitdem ist Doucouré, der bislang zweimal je eine Minute in der Bundesliga gespielt hat, wieder dort, wo er den Großteil seiner Gladbach-Zeit bislang verbracht hat: in der Reha. Auf über 1200 Ausfalltage kommt der Innenverteidiger mittlerweile. Um etwas Abwechslung in das Aufbautraining zu bringen, das überwiegend aus Kraftübungen besteht und bei dem das Sprunggelenk in der ersten Zeit überhaupt nicht belastet werden darf und ruhig gestellt wird, pendelt er derzeit zwischen seiner Heimatstadt Paris und Mönchengladbach.

Im Borussia-Park erhält er seit Jahren die volle Unterstützung des Vereins. Im vergangenen Jahr hatte Sportdirektor Max Eberl während Doucourés vorheriger Verletzung dessen Vertrag bis 2024 verlängert, damit dieser sich in den nächsten Jahren nicht sorgen muss, bei keinem Klub unterzukommen.

Neben der Unterstützung im Klub ist es für Doucouré wichtig, in einer so schweren Zeit bei seiner Familie und seinen Freunden in Frankreich zu sein. Dort hat er sich auch schon mit seinem Kumpel Ibrahima Traoré getroffen, dessen Zeit in Gladbach in diesem Sommer zu Ende gegangen ist. Traoré, das hatte er im Interview mit unserer Redaktion berichtet, war geschockt, als sich Doucouré im Training verletzte. Er weinte und musste das Training abbrechen.

Nun, einige Monate später, scheint es bei Doucouré langsam wieder bergauf zu gehen. Erste Fortschritte sind zu erkennen. „Wenn ich es richtig verstanden habe, kann er jetzt schon einigermaßen wieder gehen und beginnt langsam auch mit dem Laufen“, sagte Eberl in der vergangenen Woche im Trainingslager in Harsewinkel.

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Der Heilungsprozess ist bei solch einer Verletzung nicht genau vorhersehbar und die Gefahr groß, dass es wieder einen Rückschlag geben könnte, denn die Achillessehne ist die stärkste und dickste Sehne des menschlichen Körpers. Ein Riss bedeutet bei Fußballern in der Regel, dass sie mindestens ein halbes Jahr ausfallen. Bei Doucouré herrscht kein Druck, ihm gibt der Verein alle Zeit der Welt, wieder gesund zu werden. „Es wird noch sehr lange dauern. Dann schauen wir, wann und wie er zurückkommt“, sagte Eberl.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Mamadou Doucouré