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Borussia Mönchengladbach: Luuk de Jong schießt Sevilla zum Europa-League-Sieg

Ex-Borusse gewinnt Europa League : De Jong macht es wie Marin – folgt jetzt das Wiedersehen mit Borussia?

Der Ex-Gladbacher Luuk de Jong schießt mit seinem Doppelpack in Köln den FC Sevilla zum Europa-League-Titel. Zweimal schon seit 2012 waren die Andalusier Gegner der Borussen in Europa – kommt es zum dritten Treffen? Viele Borussen wollen aber lieber auf die Insel.

Marko Marin hat es 2013 mit dem FC Chelsea und 2014 mit dem FC Sevilla geschafft. Nun hat erneut ein früherer Borusse die Europa League gewonnen: Luuk de Jong, und zwar ebenfalls mit dem Sevilla. Borussias früherer Mittelstürmer war sogar der Mann des Tages beim insgesamt vierten Triumph der Andalusier in diesem Wettbewerb mit seinem Doppelpack beim 3:2-Sieg gegen Inter Mailand.

Dass das Spiel in Köln stattfand, hat aufgrund von de Jongs Biografie mit Borussia-Touch einen netten Randaspekt. Schließlich gewinnt Gladbach in der Domstadt besonders gern. De Jong, der 2012 für zwölf Millionen Euro vom PSV Eindhoven kam, sich aber nicht durchsetzen konnte, spielte allerdings nie mit Gladbach in Köln, denn der Effzeh weilte zu seiner Zeit in der Zweiten Liga. Nun weiß der Niederländer aber, wie sich Siege in Köln anfühlen, sogar nachhaltig. Schon im Halbfinale gegen Manchester United hatte er beim 2:1-Sieg getroffen.

Der FC Sevilla zog mit diesem Sieg in die Champions League ein. So kann es, je nachdem was die Auslosung der Gruppenphase am 1. Oktober bringt, zu einem Wiedersehen mit de Jong kommen. Unwahrscheinlich ist das nicht, denn zweimal seit der Gladbacher Europa-Rückkehr 2012 waren die Andalusier schon zweimal Gegner der Borussen: 2015 gab es zunächst das Treffen in der Zwischenrunde der Europa League (0:1, 2:3 aus Gladbacher Sicht) und dann kamen beiden im selben Jahr auch in der Champions-League-Gruppe zusammen. Beim 4:2 im Heimspiel gelang Borussia der erste Sieg in der Königsklasse.

Ein expliziter Wunschgegner der Borussen wäre Sevilla indes nicht. De Jongs Team ist in Topf 1 gelandet, in dem wird auch das Los FC Liverpool liegen. Das ist der Favorit vieler Borussen. „Ich will endlich mal in England spielen, am liebsten an der Anfield Road“, sagte Patrick Herrmann. Auch für Stefan Lainer, der sein Champions-League-Debüt feiern, wäre Liverpool „ein Traumlos“. Dass sich Trainer Marco Rose sicherlich gern mit Jürgen Klopp messen, ist anzunehmen. Matthias Ginter hätte Spaß an einem Besuch im „Theater of Dreams“ von Manchester United. Yann Sommer formulierte es eidgenössich neutral: „Wer unsere Gegner sind, ist mir ehrlich gesagt egal, ich freue mich auf jeden Klub“, sagte er.

„Wir sind in Topf vier, da bekommen wir auf jeden Fall einige attraktive Gegner“, sagte Florian Neuhaus. Und 5,5 Millionen Euro zudem extra, weil fünf der 32 qualifizierten Teams in der Zehn-Jahres-Koefizienten-Wertung hinter Borussia liegen.Damit kann Borussia inklusive des Startgeldes von 15,25 Millionen Euro mit fast 21 Millionen Euro aus der Königsklasse planen, wenn man die Zahlen der vergangenen Jahre zu Grunde legt.

Was eine hübsche Gruppe wäre? Vielleicht die: Der FC Liverpool, Inter Mailand (als Reminiszenz an das Büchsenwurfspiel von 1971) und Benfica Lissabon (worüber sich Famana Quizera sicherlich extrem freuen würde).