1. Sport
  2. Fußball
  3. Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach: Luiz Skraback läuft bei der U23 erstmals als Profi auf

Gladbacher Nachwuchsspieler : Neu-Profi Skraback profitiert von seinem frühen U23-Debüt

Luiz Skraback debütierte vor gut einem Jahr als 17-Jähriger in Borussias U23. Nun hat das Eigengewächs einen Profivertrag unterschrieben. Die Verantwortlichen sehen in ihm noch viel Entwicklungspotenzial. Hilfreich war der frühe Einstieg in Heiko Vogels Team.

Es war der 16. September 2020, als Luiz Skraback erstmals als Spieler der U23 von Borussia Mönchengladbach ein Spielfeld betrat. Beim SV Bergisch Gladbach kam er am 3. Spieltag in der 60. Minute für Per Lockl beim Stand von 0:1 in die Partie, kassierte gleich nach drei Minuten die erste Gelbe Karte. Doch letztlich hatte er seinen Anteil daran, dass die Borussen in der Nachspielzeit noch den Ausgleich schafften. Und es gab gleich ein Lob des damals neuen Trainers Heiko Vogel, der den damaligen A-Junior gleich für sich vereinnahmte, als sich abzeichnete, dass in der U19-Bundesliga bedingt durch die Pandemie kaum würde gespielt werden können.

Der bei seinem Debüt noch 17-jährige Skraback, der jüngst praktisch zu seinem 19. Geburtstag mit einem Profivertrag ausgestattet wurde, entwickelte sich in der Regionalliga zu einer festen Größe. Und das, obwohl sonst oft sogar ältere Nachwuchskicker das Problem haben, sich an die Gangart im Männerfußball erst einmal gewöhnen zu müssen. Skraback beackert die rechte oder auch linke Außenbahn, mal offensiver, mal defensiver, aber stets mit viel Einsatz und einem guten Auge.

Dass dann letztlich doch „nur“ 15 Einsätze zusammenkamen, lag daran, dass Skraback nach dem 25. Spieltag verletzt ausfiel, dann zudem auch mit seinem Abitur beschäftigt war. Noch ist er nach der Verletzung erst wieder auf dem Weg zu alter Stärke, der Profivertrag auch eine Art Vorschuss im Wissen um die Qualität des Spielers.

„Das ist ohnehin nur ein Status, den ein Spieler immer wieder bestätigen muss“, sagt Amateur- und Jugenddirektor Roland Virkus. Auf dem Weg zu seinen 100 Prozent hat Skraback aktuell zudem damit zu kämpfen, dass er nicht auf seiner stärkeren rechten Seite eingesetzt wird, weil da Kaan Kurt anders als in der Vorsaison derzeit stark auftrumpft.

„Wir haben in Luiz immer Potenzial gesehen, auch wenn er noch sehr klein und schmächtig war, als er zu uns kam“, erzählt Virkus von den Anfängen, als Skraback 2017 aus Frankfurt/Oder zur Borussia stieß. „Aber er hat jedes Jahr einen Schritt gemacht, ist ein sehr demütiger, ruhiger Typ, und wir erhoffen uns natürlich, dass der sich auch weiterhin so entwickelt. In der vorigen Saison hat er sehr davon profitiert, dass die A-Jugend nicht gespielt hat und er sich sofort in der U23 beweisen konnte. In einem seiner ersten Spiele bei Preußen Münster war er für mich der beste Mann auf dem Platz.“ Neben den Außenbahnen sieht Virkus bei Skraback auch das Potenzial, auf der Achter-Position spielen zu können.

  • War Borussias Matchwinner beim 3:1-Derbyerfolg gegen
    Erfolg gegen die U21 des 1. FC Köln : Müsel führt Borussias U23 mit Doppelpack zum Derbysieg
  • Im Fohlenfrühstück finden Sie aktuelle Termine und Wissenswertes rund um Borussia Mönchengladbach.
    „Fohlenfrühstück“ : Das ist am 15. November bei Borussia los
  • Adi Hütter coacht gegen Viktoria Köln
    Liveticker zum Nachlesen : Borussia verliert beim FC Augsburg

Auch am Samstag bei Alemannia Aachen (16 Uhr) ist es wieder gut möglich, dass Heiko Vogel auf die Fähigkeiten Skrabacks setzt. Aachen ist mit sechs Zählern aus acht Spielen schlecht aus den Startlöchern gekommen, und Borussia wird alles daran setzen, die drei Zähler auf die Habenseite zu bekommen.