Borussia Mönchengladbach: Lothar Matthäus glaubt an Champions-League-Qualifikation

Ex-Gladbacher Lothar Matthäus: „Borussia sollte sich die Champions League nicht nehmen lassen“

Lothar Matthäus glaubt daran, dass sich Borussia Mönchengladbach nicht mehr die Qualifikation für die Champions League nehmen lässt. An einen Verbleib von Thorgan Hazard glaubt er nicht.

Lothar Matthäus hat 162 Partien für Borussia Mönchengladbach absolviert. Die Fohlenelf war 1979 seine erste Station im Profi-Fußball. Ein Umstand, der ihn bis heute sagen lässt: „Das ist ein Herzensverein von mir, die Borussia hat einen ganz besonderen Stellenwert bei mir.“ Dementsprechend intensiv verfolgt er die Entwicklung am Niederrhein und stellt durchaus fest: „Gladbach spielt bislang eine überragende Saison, mal den kleinen Ausreißer gegen Berlin ausgeklammert. Normalerweise sollten sie es sich nicht mehr nehmen lassen und sich für die Champions League qualifizieren“, befindet Matthäus bei einer Veranstaltung des Pay-TV-Senders „Sky“. „Das hat alles Hand und Fuß, was da derzeit geboten wird - auf dem Platz, aber auch abseits.“

Es habe auf vielen Ebenen ein Umdenken in Mönchengladbach gegeben. Vieles sei aus den Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit auf den Prüfstand gestellt worden. „Vergangene Saison waren fast konstant acht bis zwölf Spieler verletzt, nun ist die medizinische Abteilung neu geordnet worden und ganz offensichtlich hat das ja etwas gebracht“, urteilt Matthäus, 57. „Es gibt jetzt aber auch bei Ausfällen die Möglichkeit, von der Bank nachzulegen. Das ist schon eine Entwicklungsstufe weiter.“ Auch die sportliche Führung wird von Matthäus gelobt. Trainer Dieter Hecking mache einen „fantastischen Job“ und habe die Mannschaft taktisch hervorragend ausgerichtet: „Das 4-3-3 passt ideal für dieses Team.“

Wie sieht er einen Verbleib von Thorgan Hazard in der Vitusstadt? „Ich würde es mir natürlich als Gladbach-Symphatisant total wünschen, aber ich glaube nicht so recht daran“, sagt Matthäus. „Hazard will unbedingt in der Champions League spielen. Und er ist ein sehr begehrter Typ, diesen Status hat er sich mit tollen Leistungen verdienst. Höchstwahrscheinlich wird er dazu bei Borussia Mönchengladbach auch die Chance bekommen. Definitiv wird es vielleicht erst drei Spieltage vor Saisonende sein. Gut möglich, dass er auf die Entscheidung aber nicht so lange warten will und woanders unterschreibt. Er würde sehr gut zur Spielweise des BVB unter Lucien Favre passen. Andere Vereine sind dann national schon noch einen Schritt weiter. Aber sollte es wirklich so kommen, dann hat Max Eberl garantiert schon einen Plan B bis D in der Schublade.“

(gic)
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