Borussia Mönchengladbach: Laszlo Bénes war gegen Wolfsberger AC der einzige Lichtblick

Wille und gute Aktionen gezeigt : Bénes war gegen Wolfsberg Borussias einziger Lichtblick

Bei der desolaten Vorstellung von Borussia gegen den Wolfsberger AC konnte nur ein Gladbacher phasenweise überzeugen: Laszlo Bénes.

Nach den Aussagen von Trainer Marco Rose war es schon zu erwarten, dass er beim Europa-League-Auftakt gegen den Wolfsberger AC noch nicht groß rotiert würde. „Wir hatten eigentlich genug Regenerationszeit seit dem Derby am vergangenen Samstag, Richtung Düsseldorf (kommenden Sonntag um 15.30 Uhr, Anm. d. Red.) wird es dann auf jeden Fall ein Spiel sein, bei dem wir schauen müssen“, hatte Rose vor der Partie gesagt, die 0:4 verloren ging. Ganz auf Wechsel verzichtete der 43-Jährige aber nicht.

Breel Embolo, der auf der Zehner-Position in den vergangenen Wochen überzeugt hatte, bekam eine Pause. Rose will den Schweizer nicht „verheizen“, fehlte er schließlich vor seinem ersten Mitwirken im Team der Borussen aufgrund einer Fußverletzung und hatte auch zuvor schon einige Probleme in Sachen Verletzungen. Embolo ist zu diesem Zeitpunkt der Saison weiter als die Verantwortlichen bei Gladbach vermutet hatten. Dennoch nutzte Rose die Gelegenheit für eine Startelf-Pause für Embolo.

Die Chance, sich wieder zu präsentieren, bekam dafür Laszlo Bénes, der neben Florian Neuhaus im offensiven Mittelfeld spielte. Der 22-Jährige war dabei nicht der klassische Spieler, der aufgrund einer Rotation die Möglichkeit bekam, sondern verdiente sich in den Vorwochen diesen Einsatz. Bei allen bisherigen Partien konnte Bénes, der im Sommer nach einer Halbjahres-Leihe aus Kiel zurückkehrte, überzeugen.

Was auch für seinen Einsatz sprach, ist die Stärke bei Standardsituationen. Im Derby kümmerte sich Neuhaus um die ruhenden Bälle und konnte für keinerlei Gefahr sorgen. Bénes ist dagegen Spezialist für diese Situationen. Bei der 1:3-Niederlage gegen RB Leipzig hatte er mit einer Freistoßflanke schon den Treffer durch Embolo vorbereitet.

Gleich zu Beginn der Partie gegen Wolfsberg brachte der slowakische Nationalspieler aber seine Qualitäten im Passspiel und Zweikampf ein. In den ersten fünf Minuten hatte Bénes bereits zwei starke Szenen in der Defensve und spielte einige kluge Bälle im Spiel nach vorne. In der 11. Minute durfte er sich dann bei seiner Paradedisziplin versuchen: Nach Bénes’ Freistoß von der rechten Seite wurde es erstmals gefährlich vor dem Wolfsberger Tor – jedoch für lange Zeit das einzige Mal.

Denn es folgten das 0:1 und 0:2, ehe wieder ein wenig Aufregung im gegnerischen Strafraum herrschte, und wieder war Bénes der Verantwortliche, sein Fernschuss ging jedoch knapp über das Tor. Er versuchte auch, verbal und mit Körpersprache, seine Mitspieler mitzureißen. Doch das gelang nicht, im Gegenteil, nach einem schlampigen Zuspiel von Marcus Thuram leitete die fehlerhafte Annahme von Bénes das 0:3 ein, wenig später sah er nach einem Foul auch noch die Gelbe Karte. In der zweiten Halbzeit war Bénes wie seine Kollegen bemüht, die Schmach des Europa-League-Auftakts zu verhindern. Die Gladbacher Bemühungen scheiterten, der Slowake war dennoch insgesamt die einzig positive Erscheinung, auch wenn er bei weitem nicht frei von Fehlern war.

Bis zur Partie gegen Düsseldorf am Sonntag (15.30 Uhr) wird sich Rose genau ansehen, welche Spieler bei Kräften sein werden. Rein leistungstechnisch hat sich Bénes als nahezu einziger Borusse am Donnerstag für einen erneuten Startelf-Einsatz angeboten.

Mehr von RP ONLINE