Zur Pause ausgewechselt Laszlo Bénes mit einem holprigem Startelf-Comeback

Mönchengladbach · Nach 366 Tagen wurde Laszlo Bénes in Frankfurt erstmals wieder in der Startelf eingesetzt. Für den Mittelfeldspieler war es ein Auf und Ab – zur Halbzeit wurde er ausgewechselt. Doch am Ende hatte er dann doch noch seinen Anteil am Punktgewinn.

 Laszlo Bénes

Laszlo Bénes

Foto: AP/Martin Meissner

Bis in die Nachspielzeit sah es bei Borussias Spiel in Frankfurt so aus, als sei der Antritt von Laszlo Bénes in der 13. Minute nur eine Randnotiz gewesen. Dass der Frankfurter Makoto Hasebe den Gladbacher nur per Foul stoppen konnte und Kapitän Lars Stindl den fälligen Freistoß zur 1:0-Führung verwandelte, bekam wegen des späten Punktgewinns rückwirkend doch noch eine wichtige Bedeutung. Bénes hatte entscheidenden Anteil am 3:3.

Exakt ein Jahr, nachdem der Slowake am 15. Dezember 2019 bei der 1:2-Niederlage in Wolfsburg zuletzt in der Anfangsformation gestanden hatte, durfte er in Frankfurt gemeinsam mit Christoph Kramer auf der Doppelsechs beginnen. Bénes erwischte, wie auch der Rest des Teams, einen guten Start: Ihm war anzumerken, dass er sich zeigen wollte, er scheute nicht das Risiko und verlagerte in der Anfangsphase das Spiel mit einem starken Diagonalball über das halbe Feld auf Oscar Wendt.

Doch nach dem 1:1 war der Stecker bei Bénes und seinen Kollegen erst mal gezogen. Für den 23-Jährigen wurde es eine schwierige Partie, er bekam vor der Abwehr keinen Zugriff und spielte vor dem 1:3 den entscheidenden Fehlpass – es war nicht sein einziger in der Partie. Als er in der Hinrunde der vergangenen Saison unter anderem mit vier Assists glänzte, tat er das vor allem aus der offensiveren Achterposition heraus. Die Defensivarbeit, das konnte man in Frankfurt sehen, zählt nicht zu seinen Stärken. Zur Pause nahm ihn Trainer Marco Rose vom Feld, wohl auch, weil er Routinier Kramer eher zutraute, sich in der zweiten Hälfte zu steigern.

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Zwar hatten die Borussen nach der Pause und der Hereinnahme von Denis Zakaria weiterhin Probleme, ließen sich im Mittelfeld aber nicht mehr ganz so einfach überspielen wie zuvor. Bénes musste sich das Geschehen von der Bank ansehen, doch durch die beiden späten Stindl-Tore war auch sein herausgeholter Freistoß am Ende noch etwas wert.

Am Samstag gegen 1899 Hoffenheim (15.30 Uhr/Sky) wird Florian Neuhaus nach seiner Gelbsperre wieder zurück in der Startelf dabei sein, dann muss Bénes zunächst draußen bleiben. Doch am Dienstag könnte der Slowake im DFB-Pokal in Elversberg die nächste Chance bekommen, sich zu zeigen. Dieses Mal will er sicher nicht ein Jahr auf den nächsten Startelf-Einsatz warten.

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