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Borussia Mönchengladbach: Laszlo Bénes ist wieder nah dran am Team

Lob vom Trainer nach dem ersten Einsatz 2020 : Darum ist Bénes nun wieder ein Option für Rose

Laszo Bénes kam bei Borussias 3:1-Sieg in Frankfurt erstmals im Jahr 2020 zum Einsatz. Trainer Marco Rose erklärte nun, warum der Slowake zunächst nicht spielte und nun warum er jetzt wieder nah dran ist am Kader. Samstag gegen Leverkusen dürfte Bénes noch Ersatzmann, Dienstag in Bremen könnte er aber ein Startelf-Kandidat sein.

Die Einsatz-Statistik von Laszlo Bénes liest sich seltsam. Auf 1182 Minuten kam der Slowake bis Mitte Dezember, danach stand die Null. Der 22-Jährige startete nach seiner Leih-Zeit beim Zweitligisten Holstein Kiel zunächst unter Borussias neuem Trainer Marco Rose durch, der aggressivere Stil, den Gladbach nun pflegt, passt perfekt zu seinem Spiel. In 19 Pflichtspielen kam Bénes zum Einsatz, gerade mit seinen Standards sorgte er immer wieder für Gefahr, vier Tore bereitete er vor. Doch seit dem 1:2 beim VfL Wolfsburg spielte er nicht mehr, gegen Dortmund und Köln gehörte er kurz vor der Corona-Pause nicht mal zum Aufgebot. Erst jetzt, beim 3:1 in Frankfurt, durfte der 22-Jährige wieder eine Minute lang mitmachen. Bénes ist also zurück.

„Laci hat nach der Winterpause gemerkt, dass die Konkurrenzsituation erheblich ist. Es ist für einen jungen Spieler natürlich nicht leicht, wenn man am Anfang der Hinrunde viel und gut spielt und dann verletzte Spieler zurückkehren und einem selbst eventuell auch ein bisschen das Vertrauen und die Form fehlen. Aber ich glaube, dass Laci im letzten halben Jahre viel gelernt hat“, erklärte nun Rose, warum Bénes vor der Corona-Unterbrechung so selten zum Zuge gekommen ist. Lars Stindl und Jonas Hofmann sind zurückgekehrt, beide sind wichtige Faktoren im Gladbacher Mittelfeld. Zudem war eine Position belegt durch den gesetzten Denis Zakaria.

Nun darf sich Bénes aber wieder mehr Hoffnung auf Einsätze machen, auch, weil Zakaria wegen seiner Knie-OP länger fehlen wird. „Er ist gut drauf und die Konkurrenzsituation auf seiner Position hat sich etwas entschärft. Ich kann nichts versprechen, aber ich denke schon, dass Laci in den nächsten Wochen Einsatzzeiten haben wird, dann kann er sich zeigen“, sagte Rose.

Was Bénes bringen muss, ist das, was ihn ausmacht: seine aggressiv-intensive Spielweise, er muss den Ball fordern und das Spiel beeinflussen. „Er hat gut an seinen Defiziten gearbeitet: an seiner Antizipationsfähigkeit, seiner Zweikampffähigkeit, seiner Zweikampfführung und seiner Grundaggressivität gegen den Ball. Er ist gut drauf und ich denke, dass er uns dieser Saison noch helfen wird“, sagte Rose.

Ein Startelf-Versprechen wie vergangene Woche bei Breel Embolo ist das indes nicht von Rose. Dass Bénes, dessen Vertrag in Gladbach bis 2024 datiert ist, schon gegen Bayer Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr, live bei Sky) von Beginn an dabei sein wird, ist daher nicht zu erwarten. Aber er dürfte, wenn Kreativität gefragt sein sollte, eine der ersten Wechseloptionen sein.

Während gegen Leverkusen tendenziell die Frankfurt-Elf wieder eine Chance bekommen dürfte, könnte Rose am Dienstag bei Werder Bremen die Rotations-Maschine anwerfen. Bénes hat sich wieder neu aufgestellt in der Corona-Pause: Er ist wieder nah dran am Team. So könnte er beim Abstiegskandidaten Werder erstmals seit dem Wolfsburg-Spiel zur Anfangsformation gehören. Im Hinspiel gegen Werder hat er auch seinen bisher letzten Assist produziert. Da legte er per Freistoß Ramy Bensebaini das 1:0 beim 3:1-Sieg auf.