Borussia Mönchengladbach: Lars Stindl verpasst WM durch Verletzung

WM-Traum geplatzt : Syndesmoseband-Riss bei Borussia-Kapitän Stindl

Für Lars Stindl ist nicht nur die Bundesliga-Saison beendet, sondern er wird auch die Weltmeisterschaft in Russland verpassen. Borussias Kapitän hat sich beim 1:1 auf Schalke einen Riss des Syndesmosebandes zugezogen.

Das teilte der Verein am Sonntagmittag mit, damit haben sich die schlimmen Befürchtungen bewahrheitet. Stindl war beim Stand von 1:0 für seine Mannschaft in einem Zweikampf mit Schalke-Verteidiger Thilo Kehrer umgeknickt. Der 29-Jährige hatte sofort angezeigt, dass er ausgewechselt werden muss. In seiner Abwesenheit kassierte Borussia trotz Überzahl noch den Ausgleich. Am Sonntagvormittag humpelte Stindl dann mit eingegipstem linken Fuß in den Borussia-Park.

"Sich zu diesem Zeitpunkt so schwer zu verletzen, ist sehr hart", sagte Stindl. "Zum einen kann ich der Mannschaft jetzt nicht im wichtigen Saisonfinale helfen, zum anderen ist es sehr bitter, dass damit auch mein WM-Traum geplatzt ist." Noch in dieser Woche wird Stindl am Sprunggelenk operiert.

Die durchschnittliche Ausfallzeit bei einem Syndesmosebandriss beträgt laut Erhebungen von fussballverletzungen.com drei Monate. Verläuft der Heilungsprozess gut, könnte Stindl vielleicht im Sommer-Trainingslager wieder dabei sein. Für die WM wird es auf keinen Fall reichen. Der Angreifer hatte im Juni 2017 mit 28 Jahren in der Nationalmannschaft debütiert und traf seitdem in elf Länderspielen viermal. Derart schwer verletzt war Stindl in seiner Gladbacher Zeit noch nie, bislang verpasste er nur ein Spiel aufgrund eines grippalen Infekts und müsste im Frühjahr 2017 aufgrund von muskulären Problemen pausieren.

(jaso)
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