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Borussia Mönchengladbach: Lars Stindl traf gegen AS Rom wie Andreas Brehme

Borussia-Kapitän trifft per Elfmeter : Stindl macht es wie Weltmeister Brehme

Lars Stindl erzielte in Rom das wichtige 1:1 für Borussia. Der Gladbach-Kapitän verwandelte dabei seinen Elfmeter auf die gleiche Art und Weise wie Andreas Brehme beim WM-Finale 1990.

Als Lars Stindl in der Nachspielzeit beim Europa-League-Spiel der Borussen bei AS Rom zum Elfmeter bereitstand, ging ihm nur das Wesentlichste durch den Kopf. „Da ging es darum, dass es gut wäre, wenn der jetzt reingeht“, sagte Stindl. „Und so war es ja glücklicherweise auch.“ Er bescherte damit den Gladbachern das 1:1 und einen ganz wichtigen Punkt im Europapokal, der die Chance auf das Weiterkommen in der Gruppe J deutlich erhöht hat.

Es war erst Stindls zweiter Kurzeinsatz nach seiner halbjährigen Verletzungspause nach einem Schienbeinbruch, 14 Minuten spielte er in Rom, zwölf Minuten am vergangenen Wochenende in Dortmund (0:1). Doch obwohl ihm noch der Rhythmus fehlt, war Borussias Kapitän sofort klar, wer der Schütze des Elfmeters ist, der seinem Team unberechtigt zugesprochen wurde, da Chris Smalling den Ball nicht mit der Hand abwehrte, sondern mit dem Gesicht. „Nach dem Pfiff war für mich der erste Gedanke, dass ich den schießen möchte“, sagte Stindl. „Es hat sich dann etwas hinausgezögert, ich habe mich aber nicht beirren lassen. Ich bin einfach glücklich, dass ich den Elfmeter reingemacht habe.“

Es war bei weitem nicht sein erstes schönes Erlebnis in Italien. Im Februar 2017 schoss Stindl Borussia mit einem Dreierpack beim AC Florenz ins Achtelfinale der Europa League. Mit diesem Selbstvertauen trat er diesmal an den Elfmeterpunkt – und verwandeltet praktisch in weltmeisterlicher Manier. Von sich aus gesehen schob Stindl den Ball platziert links unten ins Tor. Und zwar in das Tor im Stadio Olimpico in Rom, in das Andreas Brehme 1990 beim Finale der Weltmeisterschaft gegen Argentinien (1:0) seinen Elfmeter auf die gleiche Art und Weise platziert hatte. „Es liegt mir ganz gut in Italien in der Europa League zu spielen, Florenz ist da ja noch im Hinterkopf“, sagte Stindl und verwies gleich lachend auf die Paralellen zum Brehme-Elfmeter vor über 29 Jahren. „Ich habe es schon auch ein Stück weit genossen in dem Stadion, und in diesem Stadion schießt man Elfmeter einfach links unten. Ich bin froh, dass es aus deutscher Sicht wieder mal geklappt hat.“