Borussias Kapitän steht zur Wahl Stindl kann Fußballer des Jahres 2018 in NRW werden

Mönchengladbach · Borussias Kapitän Lars Stindl war nach seiner Rückkehr im Spiel beim FC Bayern schon sehr produktiv. Nun ist er nominiert für die Wahl zum NRW-Fußballer 2018.

Abgehoben: Lars Stindl jubelt über sein Tor zum 2:0 beim 3:0-Sieg der Borussen beim FC Bayern München.

Abgehoben: Lars Stindl jubelt über sein Tor zum 2:0 beim 3:0-Sieg der Borussen beim FC Bayern München.

Foto: Dirk Päffgen Paeffgen (dirk)

Borussias Kapitän Lars Stindl war am Sonntag beim 3:0 gegen Fortuna Düsseldorf nur Ersatz. Seitdem er beim 3:0 beim FC Bayern sein Comeback gefeiert hatte, hatte er zur Startelf gehört, nun bekam er eine Regenerationspause. Fünf Minuten spielte der 30-Jährige mit, als Achter mithin.

„Die Achter-Position ist eine, die wir uns für Lars vorstellen können“, sagt Trainer Dieter Hecking, der im neuen 4-3-3-System Stindl bisher nur als zentralen Stürmer gebracht hatte. Den Job bekam gegen Fortuna aber Raffael, als dieser dann raus ging, rückte Alassane Plea nach innen. „Für die Acht brauchen wir Spieler, die auch von der Position aus Torgefahr produzieren können“, sagt Hecking. Stindl kann das, sein umtriebiges Spiel führt ihn ohnehin öfter mal in die Regionen der Achter, um von dort aus Aktionen zu inszenieren.

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Die bisherige Karriere von Lars Stindl

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Foto: Dirk Päffgen Paeffgen (dirk)

Eine neue Rolle wäre das für Stindl bei Borussia zum Ende eines Jahres, das für ihn kein leichtes war. Der 28. April spielt dabei eine entscheidende Rolle. Bis dahin war er durchaus ein Kandidat für eine Russland-Reise im Sommer, gehörte er doch zum Kreis jener Offensivspieler, die eine Chance hatten zum WM-Kader zu gehören. Doch am 28. April riss beim 1:1 auf Schalke Stindls Syndesmoseband und der WM-Traum platzte.

Danach war vor allem Reha, fünf Monate lang. Am 29. September beim 2:2 in Wolfsburg gehörte er erstmals wieder zum Aufgebot, eine Woche später in München feierte er sein Comeback – mit dem Tor. In Freiburg sammelte er einen Assist ein, weil er elfmeterreif gefoult wurde, zudem war er in München und dreimal gegen Mainz mit einem Assist-Assist an Toren beteiligt und eroberte auch vor dem vierten Treffer gegen Mainz entscheidend den Ball.

„Lars ist immer wertvoll für die Mannschaft“, sagt Dieter Hecking. Wo er seinen Kapitän am Samstag in Bremen einsetzt, ließ er wie gewöhnlich offen. Möglich, dass er wieder für Raffael ins Team rückt. Als Achter wäre Stindl auch denkbar, dann könnten theoretisch Plea, Raffael und Thorgan Hazard vorn spielen. Ein interessantes Gedankenspiel. „Grundsätzlich ist alles denkbar, aber ich muss immer auch den Gegner und die Statik unseres Spiels beachten“, sagt Hecking.

Stindl ist in Heckings Plan auf jeden Fall künftig eine Option für zwei Jobs – und bei der Wahl zum NRW-Fußballer des Jahres, der am 14. Dezember in der Dortmunder Westfalenhalle gekürt wird (Hier geht es zur Abstimmung). Wie im Vorjahr ist Stindl – ungeachtet der Tatsache, dass er fünf Monate des Jahres gar nicht spielte. Seine Konkurrenten: Marco Reus (Borussia Dortmund), Kai Havertz (Bayer Leverkusen), Naldo (Schalke 04) und Kaan Ayhan (Fortuna Düsseldorf).

Auch Mittelfeldspieler Florian Neuhaus kann gewählt werden – zum „Rookie des Monats“ Seine sechs Torvorlagen, die Spitzenwert in der Liga sind, dürften zur Nominierung beigetragen haben. Gegen Düsseldorf bereitete Neuhaus das 2:0 durch Jonas Hofmann vor. Neben Neuhaus stehen Nordi Mukiele (RB Leipzig) und Reiss Nelson (1899 Hoffenheim) zur Wahl. Hier geht es zur Abstimmung).

(kk)