Borussia Mönchengladbach: Lars Stindl steht vor dem Comeback

Borussias Kapitän vor Comeback : Das ändert sich durch die Rückkehr von Stindl

Nach seinem Schienbeinbruch ist Lars Stindl wieder einsatzfähig, am Samstag in Dortmund könnte der Kapitän wieder im Kader stehen. Er bringt Borussia mehr Optionen im Spielsystem. Aber auch er muss sich erst durchsetzen.

Wenn es nach Lars Stindl gegangen wäre, hätte er schon vor der aktuell laufenden Länderspielpause sein Comeback gegeben. Doch Trainer Marco Rose schob seinem Eifer einen Riegel vor, sagte vor dem 1:1 in Istanbul gegen Basaksehir FK: „Lars will unbedingt, das weiß ich. Aber wir haben darüber gesprochen, und es geht auch nicht um Motivation, motiviert ist er immer. Aber er ist noch keine Option.“

Das ändert sich ab dem Spiel am kommenden Samstag in Dortmund (18.30 Uhr) jedoch, sofern in der am Dienstag startenden Trainingswoche nichts passiert. „Wir sollten Lars noch die zwei Spiele jetzt und dann die zwei Wochen in der Länderspielpause an Zeit geben und dann – mit zwei Wochen Training mehr in den Beinen – können wir, denke ich, über andere Dinge reden“, kündigte Rose an.

Mit dem Kapitän, der sich vor einem halben Jahr einen Schienbeinbruch zuzog, kehrt ein wichtiger Spieler zurück ins Team, der vor allem dem Trainer bei der Umsetzung seiner Spielidee helfen kann. Denn ein Grund dafür, dass Borussia im 4-3-3-System, das in der vergangenen Saison schon die Gladbacher Formation war, erfolgreicher spielt als im 4-Raute-2, das Rose favorisiert, ist, dass der Coach noch nicht den passenden Zehner gefunden hat. Florian Neuhaus hat das Schema noch nicht verinnerlicht, Breel Embolo fehlt für eine vollends adäquate Ausfüllung der Rolle die Übersicht und Passkontrolle.

Beides vereint Stindl, der künftig diese Position einnehmen könnte. Ein weiterer Vorteil seiner Rückkehr: Die Tabellenführung der Borussen verdeutlicht der Konkurrenz, wie gefährlich das Team ist, wenn es den Rose-Stil durchziehen und in ein offenes Gefecht gehen kann. Viele andere Teams spielen mutig, doch Gladbach hat in diesen Duellen oftmals die Oberhand behalten. Die Gegner könnten so auch mal bewusst den Borussen den Ballbesitz überlassen. Und dabei wäre Stindl als Ballverteiler eine große Hilfe.

Doch der Kapitän muss sich auch erst seinen Platz in der Startelf erarbeiten. Mit Alassane Plea, Marcus Thuram, Patrick Herrmann und Embolo sind vier Offensivspieler in einer guten Form, da hat Stindl auch in ein paar Wochen, wenn er seine letzten Rückstände aufgeholt hat, längst keine Spiel-Garantie.