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Borussia Mönchengladbach: Lars Stindl ratlos nach Pokal-Aus in Hannover

Pokal-Aus in Hannover : Kapitän Stindl wirkt ratlos nach nächster Enttäuschung

Borussias Spielführer und Routinier ging an alter Wirkungsstätte ebenso unter wie seine Mitspieler. Erklären konnte Lars Stindl Gladbachs erneuten Rückschlag nicht wirklich. Dafür ärgerte er sich über die Chance, die Borussia beim 0:3 in Hannover vergeben hatte.

Der Kapitän stellte sich gleich nach Spielschluss. Lars Stindl hatte im Verlauf der Saison schon nach so mancher Enttäuschung Rede und Antwort gestanden, doch dem Routinier war anzumerken, dass ihn der Pokal-K.o. in Hannover, an seiner einstigen Wirkungsstätte, besonders getroffen hatte. „Es ist schwierig, jetzt Worte zu finden. Wir hatten so eine Riesenmöglichkeit, mal etwas Besonderes zu schaffen, natürlich hatten wir am Vortag die Ergebnisse gesehen. Wir haben schon ein paar Spieler dabei, die nicht mehr so lange Fußball spielen – dieses Jahr war die große Chance da, den Pokal zu gewinnen, und dann spielen wir so ein Spiel“, sagte Stindl im Interview beim TV-Sender Sky.

Borussia vergab die Chance auf eine aussichtsreiche Pokal-Saison leichtfertig, und auch der Spielführer, der schon achtmal für Borussia im Pokal getroffen hat, konnte daran nichts ändern. Besonders erschreckend war, wie deutlich unterlegen Gladbach dem Zweitligisten war. „Wir sind gar nicht hingekommen, nicht in die Zweikämpfe gekommen und haben keine Intensität auf den Platz gekriegt. Dazu treffen wir vor den Gegentoren persönliche falsche Entscheidungen. Das kann natürlich mal passieren, aber bei uns zieht sich das durch das ganze Jahr“, sagte Stindl.

Und so reihte sich die Pleite von Hannover ein in die Liste enttäuschender Leistungen, die Borussia im Jahr 2021 viel zu oft bot – womit sich auch wieder ein paar grundsätzliche Fragen stellten. „Natürlich sind wir eine Mannschaft. Ich weiß, dass ich nach so einem Spiel null Argumente habe. Aber wir haben es angesprochen, uns damit auch lange in der Winterpause beschäftigt und hatten gedacht, einen Schritt nach vorne gemacht zu haben“, sagte Stindl, der den erneuten Rückfall nicht erklären konnte und ein Stück weit ratlos wirkte ob der soeben erbrachten Leistung beim Außenseiter.

Nun muss schnell die volle Konzentration auf die Bundesliga gelegt werden, um im Abstiegskampf bestehen zu können. Am Samstag (15.30 Uhr) empfängt Borussia den FC Union Berlin. „Wir wissen um die Situation und müssen hart dafür arbeiten, um wieder in die Spur zu kommen“, sagte Stindl. Auf die Nachfrage, ob alle dazu bereit wären, antwortete der Kapitän prompt mit „ja“.

„Es war hier keiner dabei, der bei dieser Konstellation nicht nach Berlin wollte. Aber man kann nicht immer nur darüber reden, sondern muss es dann auf dem Platz auch umsetzen“, sagte Stindl. Davon war allerdings sein Team gegen Hannover meilenweit entfernt – womit der Traum von Berlin erneut frühzeitig ausgeträumt ist.