Borussia Mönchengladbach: Lars Stindl nach Schienbeinbruch bereits operiert

Verletzung in Hannover : Borussias Stindl nach Schienbeinbruch bereits operiert

Nach nur 31 Sekunden hat sich Lars Stindl im Spiel bei Hannover 96 schwer verletzt. Für den 30-Jährigen ist die Saison vorbei. Er hat sich einen Schienbeinbruch zugezogen und wurde noch am Samstagabend operiert.

Das Spiel der Borussen bei Hannover 96 war 31 Sekunden alt, als es den ersten Schock für die Borussen gab: Kapitän Lars Stindl, nach der Pause gegen Bremen in die Startelf zurückgekehrt, rutschte im Kampf um den Ball in Matthias Ostrzolek und pralle mit dem Unterschenkel gegen das Bein des Hannoveraners. Stindl zeigt sofort an, dass etwas passiert sei. Am Abend stellt sich heraus, dass sich der erste Verdacht bestätigt hat: Schienbeinbruch. In Hannover wurde er noch am Samstag operiert und wird den Borussen mehrere Monate nicht zur Verfügung stehen.

„Ich stand gleich in der Nähe, das hat sich überhaupt nicht gut angehört“, sagte Hannovers Trainer Thomas Doll. Borussias Ärzte untersuchten Stindl, die Borussen und auch die Hannoveraner standen um den Unfallort herum, die Profis waren sichtlich konsterniert. Dann wurde Stindl vom Platz geführt, dass das rechte Bein lädiert war, war schon da zu erkennen. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Yann Sommer übernahm die Kapitänsbinde. Ohne den Kapitän siegten die Borussen 1:0 beim Tabellenletzten durch Raffaels Tor. „Es ist ein Sieg, den wir bitter bezahlt haben“, sagte Mittelfeldspieler Christoph Kramer.

„Das Spiel begann für uns mit einem Schockmoment, wir haben unseren Kapitän verloren“, sagte Tobias Strobl, der wie beim 1:1 gegen Bremen im Zentrum der defensiven Dreierkette spielte. „Lars hat gleich angedeutet, dass er raus muss, es ist nie schön, zu sehen, wenn jemand unter Tränen vom Platz muss“, beschrieb Abwehrspieler Matthias Ginter die Situation.

Die Verletzung ist tragisch für Stindl. Vor fast genau einem Jahr, am 28. April 2018, hatte er sich beim 1:1 auf Schalke ebenfalls schwer verletzt. Wegen eines Syndesmosebandanrisses hatte er seine mögliche WM-Chance verpasst und war erst im September zurückgekehrt. Nun droht dem 30-Jährigen erneut eine monatelange Pause.

„Wir wünschen dir alles Gute, Lars“ gab Hannovers Stadionsprecher dem Borussen, der früher auch bei 96 Kapitän war, wohlgemeint mit auf den Weg in die Kabine, dem schlossen sich die Borussen via Twitter an. Stindl wurde durch Raffael ersetzt, der in der 53. Minute das 1:0 für Gladbacher erzielte. Der abgefälschte Schuss des Brasilianers brachte den vierten Auswärtssieg des Jahres, mit dem Gladbach den fünften Platz festigte und zumindest vorerst an den Vierten Frankfurt bis auf einen Punkt heranrückte.

Für Borussia wiegt der Ausfall des Kapitäns in der Schlussphase der Saison die Borussen schwer. „Es trifft uns hart, Lars in den letzten Spielen nicht dabei zu haben“, gestand Hecking. „Es ist sehr, sehr bitter, weil Lars auch außerhalb des Platzes sehr wichtig für uns ist“, sagte Ginter. Er selbst hatte sich in der Hinrunde gegen Hannover (4:1) des Kiefers und der Augenhöhle zugezogen. „Es war wie bei mir im Hinspiel eine sehr unglückliche Situation. Man kann keinem die Schuld geben. Leider gehört so etwas zum Fußball dazu“, sagte Ginter zur der Szene, die sich nach 31 Sekunden in Höhe der Mittellinie ereignet hatte. Beide Spieler gingen zum Ball, für Stindl ging es schlimm aus. Auch Hecking nahm den Hannoveraner in Schutz. „Da gibt es keinen Vorwurf“, sagte er.

Mehr von RP ONLINE