Borussia Mönchengladbach: Lars Stindl meldet sich zu Wort

„OP gut überstanden“ : Borussias Stindl meldet sich nach Operation zu Wort

Am Samstag verletzte sich Borussias Kapitän Lars Stindl beim 1:0-Sieg in Hannover. Nun hat sich der 30-Jährige via Twitter erstmals nach dem Schienbeinbruch zu Wort gemeldet.

Borussias Kapitän unterstützt sein Team aus dem „Off“ und hofft auf ein erfolgreiches Saisonende – das ist die wesentliche Botschaft eines Tweets, den Lars Stindl am Montagmorgen veröffentlichte. „Drücke den Jungs die Daumen für die letzten Spiele!“, ließ Stindl wissen und garnierte den Satz mit einer erhobenen Faust sowie zwei jubelnden Händen. „Jetzt erst recht erfolgreich sein“, so könnte man die Zeichensprache deuten.

Stindl hatte sich beim 1:0-Sieg der Borussen in Hannover nach nur einer halben Minute bei seiner ersten Aktion das Schienbein gebrochen und war noch am Samstag operiert worden. „OP gut überstanden“, ließ er nun wissen.

Für Stindl ist es die zweite schwere Verletzung binnen eines Jahres. Am 28. April 2018 hatte er sich auf Schalke einen Syndesmoseband-Anriss zugezogen und Anfang Oktober 2018 sein Comeback gefeiert. Nun droht erneut ein halbes Jahr Pause. Stindl weiß, was auf ihn zukommt, aber geht trotz der Tragik, die in dieser Geschichte steckt, positiv an die kommenden Wochen und Monate heran. „Jetzt steht erst mal Reha auf dem Programm, aber das kriegen wir schon hin“, schrieb Stindl.

Dass es in seinem Inneren derzeit vielleicht anders ausschaut, ist anzunehmen. Stindl weiß, wie beschwerlich der Weg zurück ist, nicht zuletzt, weil seine letzte Reha noch nicht lange zurückliegt. Doch auch damals ging er die Sache positiv an und kam fulminant zurück: Beim 3:0-Sieg beim FC Bayern am 4. Oktober spielte er erstmals wieder und erzielte gleich ein Tor. Die Erinnerung daran dürfte Stindl jetzt antreiben.

In Hannover war er nach der Pause beim 1:1 gegen Bremen wieder in die Startelf zurückgekehrt und wirkte wild entschlossen, der Mannschaft im Europa-Endspurt wieder richtig zu helfen. Dann kam die Szene in Höhe der Mittellinie: Stindl rutschte in den Zweikampf mit Hannovers Matthias Ostrzolek, krachte mit dem Schienbein an das Bein des Gegners und signalisierte sofort: Da ist etwas kaputt. Seine Befürchtung bestätigte sich.

Sein Ex-Verein Hannover, natürlich Borussia, seine Teamkollegen und viele, viele Fans schickten in den sozialen Netzwerken Genesungswünsche. „Ein riesiges ,Danke’ für die unfassbar vielen Nachrichten“, schrieb Stindl.

Derartige Nachrichten verletzter Spieler sind üblich geworden in Zeiten der sozialen Medien. Stindls Teamkollege Matthias Ginter schickte zum Beispiel eine. Der Nationalspieler hatte sich beim Hinspiel gegen Hannover (4:1) schwer im Gesicht verletzt und dann ein Foto aus dem Krankenhaus gepostet, das ihn mit einem schwarzverfärbten linken Auge zeigt.

„Der Ausfall von Lars trifft uns hart, er ist wichtig für uns“, sagte Borussias Trainer Dieter Hecking in Hannover. Für ihn ist Stindl sein verlängerter Arm in die Mannschaft. Die Kapitänsbinde wird in den letzten fünf Spielen der Saison Torwart Yann Sommer tragen.

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