Seine Torbeteiligungen haben immer Bedeutung Stindl ist bei Borussia ein Mann für die wichtigen Momente

Mönchengladbach · Lars Stindls Assist und Elfmeter brachten Borussia den Sieg gegen Paderborn. Seine Torbeteiligung sind stets wichtig, zuvor schon in Rom und beim Wolfsberger AC.

 Lars Stindl jubelt.

Lars Stindl jubelt.

Foto: Dirk Päffgen/Dirk Päffgen (dirk)

Lars Stindl fasste die beiden entscheidenden Momente bei Borussias Sieg gegen Paderborn passend zusammen. „Das 1:0 war der Dosenöffner, und mit dem 2:0 haben wir das Spiel endgültig auf unsere Seite gezogen“, sagte der Kapitän, der beide Male eine wichtige Rolle gespielt hatte. Das erste Tor legte er mit einem Pass auf Alassane Plea vor, dann verlud er beim Elfmeter Paderborns Torwart Leopold Zingerle locker. „Alassane hatte mich kurz gefragt, ob er schießen soll, aber ich habe ihm gesagt, dass ich mich gut fühle und habe dann geschossen“, sagte Stindl.

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Foto: dpa/Marcel Kusch

Er ist der Mann für die wichtigen Momente. Wenn der 31-Jährige an einem Tor beteiligt ist, hat das große Bedeutung für die Spiele der Borussen. Stindl hat fünf Scorerpunkte in dieser Saison aufzuweisen, allesamt mit großem Effekt. Gegen Paderborn waren es sein Assist und das Elfmetertor, die die drei Punkte einbrachten. Per Strafstoß sorgte der Kapitän auch in Rom dafür, dass Borussia in letzter Minute einen Punkt nach Hause nehmen konnte. Mit seinem Tor in Graz entschied er auch Gladbachs Europa-League-Rückspiel beim Wolfsberger AC (1:0). Fünf Punkte weniger hätte Borussia gesammelt, wenn man Stindls Torbeteiligungen abzieht. Beim 4:2 gegen Eintracht Frankfurt legte er noch den letzten Treffer vor, der das Spiel entschied. Diese Bilanz zeigt: Stindl ist zwar nicht mehr der große Scorer, aber wenn er an einem Tor beteiligt ist, ist es sehr wichtig. Er ist der Effektive.

Gegen Paderborn waren seine Glanzmomente besonders gefragt, nachdem den Borussen die Verunsicherung nach den 1:2-Pleiten beim VfL Wolfsburg und zuvor gegen Basasehir FK mit dem damit verbundenen Europa-Aus. „Der Sieg war wichtig. Wenn man so zwei Spiele verliert, muss man das erstmal verarbeiten, gerade die Niederlage gegen Basaksehir hat wehgetan“, sagte Stindl. „Da galt es gegen Paderborn, mit Köpfchen zu spielen und nicht durchzudrehen. Wir haben mit drei Punkten unsere ohnehin sehr gute Runde fortgeführt, das war für uns sehr wichtig.“

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Foto: dpa/Federico Gambarini

Stindl würde auch gerne seinen Anteil daran haben, dass die „sehr gute Runde“ noch ein Stück besser wird. 34 Punkte hat Borussia in den ersten 16 Bundesligaspielen gesammelt, hat damit schon einen Zähler mehr als in der herausragenden Hinrunde der vergangenen Saison unter Ex-Trainer Dieter Hecking.

Am Samstag ist Hertha BSC (Anstoß 18.30 Uhr) der letzte Borussia-Gegner in diesem Jahr. Es ist das Wiedersehen nach der schmerzhaften 0:3-Heimpleite im Frühling, die eine Ergebniskrise der Gladbacher einleitete. Diesmal soll es besser laufen – auch wenn die Berliner nach einem schwachen Saisonstart im Aufwind sind. Die Wende brachte der neue Trainer Jürgen Klinsmann, die vergangenen beiden Spiele gewann sein Team jeweils 1:0 gegen Freiburg und in Leverkusen.

Doch Borussia will den Schwung des Paderborn-Erfolgs mit in die Hauptstadt nehmen. Dort könnte Stindl wieder eine entscheidende Rolle spielen. Der Kapitän schickt schon eine Kampfansage nach Berlin. „Es hat sich viel getan bei der Hertha, sie hatten zuletzt einige gute Spiele. Aber wir werden dort nochmal alles reinwerfen, was wir haben, und versuchen da nochmal drei Punkte zu holen und unser Konto weiter auszubauen“, sagte Stindl. Dann hätte Borussia mit 37 Punkten die drittbeste Hinrunde ihrer Klubhistorie gespielt.

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