Borussia Mönchengladbach: Kramer und Ginter erinnern an ihren größten Erfolg

Kramer und Ginter : Borussias Weltmeister erinnern an ihren größten Erfolg

Vor fünf Jahren feierten zwei Borussen den größten Erfolg ihrer bisherigen Laufbahn. Im Juli 2014 krönten sich Christoph Kramer und Matthias Ginter mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zum Weltmeister. Beide haben noch gute Erinnerung an Brasilien.

Christoph Kramer grinst breit, Matthias Ginter schaut zufrieden. Auf dem nächsten Foto sieht man die beiden Borussen in deutlich emotionalerer Pose. Und zwar im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Entstanden ist die Aufnahme in Brasilien, im großen Maracana-Stadion, und zwar auf den Tag genau vor fünf Jahren: Damals wurde Deutschland Weltmeister durch das 1:0 im Finale gegen Argentinien.

Ginter spielte nicht mit an diesem Tag, und Kramer nur wenige Minuten. Er war überraschender Startelf-Teilnehmer, doch ein Bodycheck von Ezequiel Garay beendete vorzeitig seinen Arbeitstag. Kramer hatte einen Blackout, fragte: „Ist das hier das WM-Finale?“ Als das Spiel jedoch vorbei war und der DFB dank des Tores von Mario Götze den Titel errungen hatte, war Kramer wieder hellwach und feierte mit den anderen und Ginter den Triumph.

Nun erinnerten sich die beiden Weltmeister „zur Feier des Tages“ an ihr Erlebnis, fast 14.000 Likes bekam die kleine Erinnerungs-Galerie bis Samstag am frühen Nachmittag. Kramer auch damals Borusse, in seiner ersten Saison in der Bundesliga hatte er sich in den Fokus gespielt und war noch auf den WM-Zug aufgesprungen. Ginter wurde schon als Angestellter von Borussia Dortmund Weltmeister, er war Anfang Juli vom SC Freiburg zum BVB gewechselt. Kramer war von 2015 bis 2016 zwischenzeitlich nochmal in Leverkusen, 2016 kehrte er nach Gladbach zurück. Ein Jahr später kam Ginter dazu, als er vom BVB an den Niederrhein wechselte.

Ab Sonntag sind Ginter, Kramer und die anderen Borussen im Trainingslager in Rottach-Egern. Für Ginter ist es das dritte Mal, für Kramer das sechste Mal. Für beide Routiniers beginnt nun mit dem neuen Trainer Marco Rose eine andere Zeitrechnung. Ginter will sich als Abwehrchef und Führungsspieler weiter etablieren, Kramer seinen zentralen defensiven Stammplatz im Mittelfeld, den er in der vergangenen Saison weitgehend an Tobias Strobl verloren hatte, zurückzuerobern.

Am Samstag haben beide die Gelegenheit, sich Rose zu zeigen, Ginter im ersten Spiel, Kramer im zweiten. Um 16 Uhr spielen die Borussen gegen den Drittligisten 1860 München, danach geht es entweder gegen den FC Augsburg oder die Spielvereinigung Greuther Fürth, die bei so genannten Schauinsland-Cup in Heimstetten im ersten 45-Minuten-Spiel aufeinander treffen. Es ist der zweite Test nach dem 8:0 gegen den Landesligisten 1. FC Mönchengladbach am Mittwoch.

„Wir treffen auf zwei Gegner mit zwei unterschiedlichen Herangehensweisen. Wir werden uns aber um unser Spiel kümmern und das gar nicht so sehr vom Gegner abhängig machen. Unser Ziel ist es, gute Spiele zu machen“, sagt Marco Rose. Verletzungsbedingt verzichten muss er in Heimstetten auf Jordan Beyer (muskuläre Probleme) sowie Lars Stindl, Breel Embolo und Julio Villalba, die sich alle im Aufbautraining befinden. Florian Neuhaus wird wegen der Teilnahme an der U21-EM erst nach dem Turnier zur Mannschaft stoßen. Ibrahima Traoré hat noch Afrika-Cup-Urlaub.

Michael Lang und Andreas Poulsen, die das Testspiel am Mittwoch beim 1. FC Mönchengladbach (8:0) noch verpasst hatten, gehören hingegen zum Kader für das Turnier wie Aaron Herzog, Jacob Italiano, Mika Hanraths und Kaan Kurt aus der U23. „Generell passt das Turnier gut in unsere Vorbereitung mit dem anschließenden Trainingslager“, sagt Rose. Ab Sonntag wird dann auf dem Platz am Birkenmoos in Rottach-Egern gearbeitet. Das erste Training ist um 12 Uhr.

Gegen die „Löwen“ beginnen die Borussen mit folgenden elf Herren, die wohl so in Roses Rauten-System formiert sind: Sippel – Kurt, Elvedi, Hanraths, Wendt – Strobl – Hofmann, Bénes – Müsel – Herrmann, Plea. Wir tickern live.

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