Borussia Mönchengladbach: Kramer fehlt, Hecking erwartet Reaktion in Hoffenheim

Nach Borussias 1:5 gegen Leverkusen: Hecking fordert Reaktion in Hoffenheim

Für die Partie bei 1899 Hoffenheim am Samstag wird Weltmeister Christoph Kramer erneut ausfallen. Dennoch soll Borussias Spiel geordneter werden, als es in der zweiten Halbzeit gegen Leverkusen war. Da fand Trainer Hecking den Auftritt "zu sorglos".

Im Bundesligaspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr, Live-Ticker) muss Traoiner Dieter Hecking weiterhin auf Christoph Kramer verzichten. Der Weltmeister fällt mit muskulären Problemen wie schon beim Heimspiel gegen Bayer Leverkusen (1:5) und dem Pokalspiel bei Fortuna Düsseldorf (1:0) aus.

"Für Chris wird es noch nicht reichen, aber wir haben die ganze Woche über kommuniziert, dass wir kein Risiko eingehen. Das Spiel gegen Hoffenheim wird wohl das letzte sein, das er verpassen wird. Wir gehen davon aus, dass er gegen Mainz wieder dabei ist", sagte Hecking. Dem Trainer fehlen zudem Tobias Strobl, Laszlo Bénes, Raúl Bobadilla, Josip Drmic und Julio Villalba.

Den bislang letzten Sieg in Hoffenheim gab es im April 2015 — Borussia siegte seinerzeit 4:1. Im letzten Duell im Kraichgau gab es zum Ende der vergangenen Saison im April ein vogelwildes 5:3. "Das letzte Aufeinandertreffen ging hin und her, da war sehr viel Qualität auf dem Platz. Wenn es morgen genauso gehen würde, nur mit einem anderen Ergebnis, wäre ich zufrieden", sagte Hecking mit Blick auf das Samstagspiel. "Wir wissen, dass Hoffenheim eine enorme Qualität hat. Sie haben etwas Probleme im Defensivbereich, da wackelt der ein oder andere. Vorne haben sie aber viel Qualität. Das ist ihre Weiterentwicklung. Sie haben 13, 14 gleichwertige Spieler", ergänzte Borussias Coach.

Er selbst hat bislang in dieser Saison seine Stamm-Sieben gefunden: Thorgan Hazard, Raffael, Lars Stindl, Nico Elvedi, Matthias Ginter, Jannik Vestergaard und Oscar Wendt standen in jedem Bundesligaspiel auf dem Platz — das ist Liga-Höchswert.

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Im Pokal ersetzte Hecking allerdings Vestergaard durch Elvedi in der Innenverteidigung, dafür gab Tony Jantschke auf der rechten Defensivseite sein Comeback. "Ich war mit Tony sehr zufrieden. Er hat das gespielt, was wir von ihm kennen", sagte Hecking nun. "Es war auch eine Frage der Zeit, wann er wieder dran ist. Klar, den Elfmeter hätte er sich schenken können. Das ist aber auch das Glück, das er sich erarbeitet hat, dass daraus kein Tor gefallen ist."

Da Kramer fehlt, gibt es vermutlich defensiv eine Umstellung. Dass Hecking wieder auf die Doppelsechs Denis Zakaria und Mickael Cuisance setzt, ist nach durchwachsenen Leistungen vor allem des 18-jährigen Franzosen fraglich. Eventuell setzt Borussias Trainer dort daher auf Jonas Hofmann, den er zuletzt zweimal einwechselte.

In jedem Fall dürfte der Trainer daran interessiert sein, das Defensivverhalten kompakter gestalten zu lassen, als es beim letzten Auftritt in Hoffenheim oder beim Heimspiel gegen Leverkusen nach der Pause war. "Wir müssen immer wieder analysieren, wie die Tore gefallen sind. Gegen Leverkusen waren es Geschenk-Tore. Wenn man sieht, welch Riesen-Aufwand wir betreiben müssen, und der Gegner durch vier, fünf individuelle Fehler so eingeladen wird, dann verfügen alle Bundesligisten über die Qualität, diese Chancen zu nutzen", monierte Hecking.

"Alle Spieler wollten das Spiel gewinnen, aber es war zu sorglos. Spätestens nach dem 1:2 musst du eine Achse haben, die sagt: Moment, wir haben noch genug Zeit, das 2:2 machen. Das sind die Sachen, die wir sehen wollen, dass es da eine Weiterentwicklung gibt. Wir sind im Austausch mit den Spielern, wir haben ein paar Maßnahmen ergriffen. Man hat in Düsseldorf gesehen, dass es genug Szenen gab, in denen die Mannschaft das schon umgesetzt hat. Deswegen hoffe ich, dass wir das in Hoffenheim schon besser machen werden."

(RP)