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Borussia Mönchengladbach: Kleiner Kader, aber trotzdem viel Intensität

Kleine Trainingsgruppe : Das will Hütter in dieser Woche von seiner Mannschaft sehen

Borussias Trainer Adi Hütter kann in der laufenden Trainingswoche nur mit einem Dutzend Spieler arbeiten. Das bedeutet aber nicht, dass es gemächlicher zugeht. Was dem Coach derzeit wichtig ist.

Auf eine viel schönere Art hätte Tony Jantschke seine Mannschaft nicht zum Turniersieg schießen können. Borussias Verteidiger versuchte es zunächst mit einem Kopfball-Lupfer, den von der Latte zurückspringenden Ball beförderte er dann per Seitfallzieher in die Maschen. Damit stand das Team Grün, zu dem neben Jantschke auch Lars Stindl, Hannes Wolf und Jonas Kersken gehörten, als Sieger des abschließenden Kleinfeld-Turniers beim Donnerstagstraining fest.

Drei Mannschaften mit jeweils drei Feldspielern und einem Torhüter hatte Trainer Adi Hütter für das kleine Turnier zusammenstellen können, mehr gibt sein aktueller Trainingskader in der Länderspielpause nicht her. Schon an den vergangenen Tagen hatte das Dutzend Spieler die Einheiten absolvieren können, denn neben den Nationalspielern fehlen einige noch verletzte oder angeschlagene Mitglieder des Kaders. So wird aktuell Joe Scally nach für ihn sehr anstrengenden Wochen geschont. Und Manu Koné absolvierte auf dem Platz erneut ein individuelles Laufprogramm.

Doch jene neun Feldspieler, die auch am Donnerstag das komplette Training mitmachen konnten, wurden wieder ordentlich gefordert. Hütter setzte vor allem auf viele Spielformen mit unterschiedlichen Überzahl-Konstellationen, in denen das Tempo stets hochgehalten werden sollte. Während die ballführende Mannschaft stets Überzahl in Ballnähe herstellen sollte, hatten die verteidigenden Spieler die Aufgabe, unablässig Druck auszuüben. So schuf Hütter auch mit vergleichsweise wenigen Spielern auf kleinem Raum eine hohe Intensität, bei der sich niemand rausnehmen konnte.

Zudem sorgten kleine Wettbewerbe für eine zusätzliche Schärfe. Beim Fünf-gegen-Vier auf vier kleine Tore wurde bei Gleichstand noch ein Sieger ermittelt, Hannes Wolf setzte letztlich den entscheidenden Treffer. Und das finale Kleinfeldturnier im Modus Jeder-gegen-Jeden sprach sowohl die Spielfreude als auch den Ehrgeiz der Borussen an. Da fiel der dezimierte Kader kaum mehr auf.