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Borussia Mönchengladbach: Keine Tore im Topspiel beim VfL Wolfsburg.

Keine Tore am Sonntagabend : Borussia holt einen Punkt in Wolfsburg

Im Sonntagabendspiel der Bundesliga hat Borussia Mönchengladbach einen Punkt beim VfL Wolfsburg geholt. In den 90 Minuten fielen keine Tore. Im Rennen um die Champions League hilft das nur den Wölfen.

Borussia Mönchengladbach hat beim direkten Konkurrenten im Kampf um die Champions-League-Plätze, dem VfL Wolfsburg, 0:0 gespielt. Damit bleibt es beim Sechs-Punkte-Vorsprung der Wolfsburger, zudem ist Eintracht Frankfurt nun auch sechs Punkte entfernt. Gladbach bleibt also in Lauerstellung und verpasste es mit dem neunten Unentschieden dieser Saison, den Druck auf die Anderen zu erhöhen. Daher kann Wolfsburg mit diesem Remis besser leben.

Borussias Trainer Marco Rose tat, was zu erwarten war. Er veränderte seine Anfangsformation im Vergleich zur Derby-Niederlage gegen den 1. FC Köln auf sechs Positionen. Der überraschendste Name auf dem Aufstellungs-Zettel war Valentino Lazaro, der erstmals seit dem 19. Dezember, als es das 1:2 gegen 1899 Hoffenheim gab, auf dem Platz stand. Ein Grund für Lazaros Comeback dürfte die Knieverletzung von Marcus Thuram gewesen sein, die das Mittun des Franzosen verhinderte.

Lazaro war dann auch der Borusse, der den ersten Schuss auf das Wolfsburger Tor abgab. Alassane Plea hatte ihn bedient, doch der Torschütze des Jahres 2020 zielte aus vollem Lauf ein paar Stockwerke zu hoch, so dass der Ball das Ziel deutlich verfehlte. Dass Plea der Vorlagengeber war passte, denn der Franzose war vorn der Aktivste seines Teams. Drei Torschüsse gab er selbst ab, doch ohne Effekt.

Die größte Chance in einer ersten Halbzeit, die von gegenseitigem Respekt und viel Taktik geprägt war, hatte indes Wolfsburg. Baku wischte einen von Maximilian Arnold per Freistoß servierten Ball aufs Gladbach-Tor, doch Yann Sommer reagierte prächtig und lenkte den Ball ab.

Nach dem Sieg der Frankfurter gegen die Kölner am Sonntagnachmittag war klar, worum es für Roses Team ging: Die Eintracht und auch die Wolfsburger nicht vielleicht schon vorentscheidend enteilen zu lassen, das war der Job, den es in Wolfsburg bei bis zu minus 15 Grad zu erledigen gab.

Die Wolfsburger spielten zum vierten Mal in Folge in der gleichen Startformation, Roses Kollege Oliver Glasner ist aktuell kein Rotierer. Es galt immerhin eine skurrile Serie zu verteidigen oder zu brechen, je nach Perspektive. Zuletzt hatte Gladbach 2003 in Wolfsburg gewonnen. Das und eine andere Statistik sprachen für die Gastgeber. Denn gegen keinen Gegner hat der VfL in der Bundesliga öfter gewonnen, als gegen Borussia, 22 Siege standen vor dem Spiel am Sonntag in der Bilanz.

Nach einer guten Balleroberung von Lazaro und einem öffnenden Pass von Florian Neuhaus kam Kapitän Lars Stindl zum Abschluss, doch aus 16 Metern bekam er nicht genug Druck in den Schuss, Koen Casteels griff sich den Ball (52.). So tat es auch Sommer drei Minuten später, als es Renato Steffen ebenfalls aus der Distanz versuchte.

Glück hatte Borussia, dass John Anthony Brooks in der 63. Minute mit seinem Kopfballversuch, bei dem ihm Gladbachs Abwehrchef Matthias Ginter im Luftzweikampf zusetzte, nur den Pfosten traf, Sommer wäre nicht mehr an den Ball gekommen. Kurz darauf durfte auch Wolfsburgs Top-Torjäger Wout Weghorst erstmals das Tor anvisieren, doch auch dieser Ball war kein Problem für Sommer (63.).

In der Verteidigung des langen Niederländers hatte Rose einen Schlüssel für den Erfolg in diesem Spiel gesehen. „Wir müssen Weghorst in der Box gut verteidigen“, sagte der Trainer vorab. Was Roses Zukunft angeht, gibt es nichts Neues, allerdings gibt es Spekulationen, dass sich das schon in dieser Woche oder bis zum Pokal-Viertelfinale gegen Borussia Dortmund am 2. März ändern kann. Manager Max Eberl hatte indes im Interview mit unserer Redaktion klargestellt, dass es noch keine Entscheidung gebe in der Personalie.

Eine Entscheidung gab es auch in Wolfsburg nicht. Beide Teams waren letztlich am Sonntag vor allem stark in der Defensive und ließen nur wenig wirklich große Chancen zu. Daran änderten auch die neuen Offensivoptionen, die Rose brachte, Hannes Wolf und Breel Embolo nichts. So gab es dieses Mal nach 19 Liga-Spielen in Folge mit Borussen-Toren keines.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Wolfsburg – Borussia: die Fohlen in der Einzelkritik