Doppelpack passt zum Trend Borussias Kapitän ist der Auswärts-Stindl

Mönchengladbach · Lars Stindl hat in dieser Saison alle seine Tore in der Fremde erzielt. In Leverkusen reichte das, obwohl der 32-Jährige doppelt traf, erstmals nicht zum Sieg.

Lars Stindl bejubelt seinen Doppelpack in Leverkusen.

Lars Stindl bejubelt seinen Doppelpack in Leverkusen.

Foto: dpa/Ina Fassbender

Lars Stindl hat beim 3:4 in Leverkusen getan, wofür er mittlerweile Experte ist: Er hat in einem fremden Stadion einen Doppelpack fabriziert. Viermal hat Borussias Kapitän das im Jahr 2020 schon hingekriegt, das ist ein bemerkenswerter Wert. In der vergangenen Saison passierte das in Düsseldorf beim 4:1, in Augsburg beim 3:2 und beim 3:1 in Paderborn. Und nun bei Bayer 04.

Am 32-Jährigen lag es nicht, dass das Spiel verloren ging, obwohl auch er eine weitere große Chance ausließ beim Stand von 2:2. Er hat grundsätzlich seinen Job gemacht, erst beim Elfmeter und dann freistehend vor Lukas Hradecky. Das war sein 40. Bundesliga-Tor für Borussia, seit er 2015 aus Hannover kam.

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Und eines, das seinen Trend der vergangenen Spielzeit bestätigt: Von –  wettbewerbsübergreifend – 16 Stindl-Toren der vergangenen und aktuellen Saison fielen 13 in der Fremde. In der aktuellen Spielzeit hat Stindl ausschließlich auswärts getroffen: beim 3:1 in Köln, beim 3:2 in Mainz, beim 6:0 in Donezk und nun in Leverkusen. Damit hat er wesentlich zur guten Auswärtsbilanz der Gladbacher beigetragen.

Der Trend der Gegenwart passt ins Gesamtbild: 33 seiner 57 Gladbach-Tore erzielte Stindl auswärts. In Leverkusen war es sein zweiter Doppelpack als Borusse. Schon im Januar 2017 war Stindl in der BayArena zweimaliger Torschütze, auch damals trafen die Gladbacher dreimal.

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Doch im Gegensatz zu Sonntag reichte es damals zum 3:2-Erfolg. Es war die Zeit der großen Aufholjagden, die Stindl federführend initiierte. Bei Bayer lagen die Gladbacher 0:2 hinten, er stellte binnen sechs Minuten auf 2:2, Raffael sorgte für den Sieg. Dann kam Stindls größter Tag als Borusse, als er mit drei Toren in Florenz sein Team ins Achtelfinale der Europa League schoss.

In Leverkusen war Stindl, wie vorher in Köln, der Elfmeterschütze. Viermal in der Liga und einmal in der Champions League bekam Gladbach Strafstöße zugesprochen, zwischenzeitlich mussten Jonas Hofmann (2) und Ramy Bensebaini ran, da Stindl nicht auf dem Platz war, als der Schiedsrichter auf den Punkt zeigte. Jetzt übernahm Stindl wieder die Verantwortung und traf. „Von meinen beiden Treffern kann ich mir leider nichts kaufen, weil wir verloren haben“, wusste Stindl aber.

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