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Borussia Mönchengladbach: Kapitän Lars Stindl geht voran

Nach dem Doppelpack : Diese Tormarke kann Borussias Stindl nun schaffen

Ein Treffer beim 3:0 gegen den VfL Wolfsburg, jetzt zwei beim 3:1 in Paderborn – Borussias Kapitän Lars Stindl hat für Borussia das Tor zur Champions League aufgeschossen. Ein Treffer fehlt noch zur zweistelligen Torbilanz.

Marco Rose war beeindruckt. „Das ist ein Kapitän, er geht voran und macht sein Ding“, sagte der Trainer nach Borussias 3:1 beim SC Paderborn. Lars Stindl hatte sich das Extra-Lob Roses verdient, nicht nur, weil er mit seinem dritten Doppelpack der Saison federführend verantwortlich war für den wichtigen Sieg, der Gladbach zurückbrachte auf den vierten Rang und damit in die Pole-Position im Finale des Rennens um die Champions-League-Plätze. Schon gegen den VfL Wolfsburg hatte Stindl getroffen, somit hat er drei der sechs Tore erzielt, die dafür sorgten, dass die Borussen es „wieder in der eigenen Hand haben“, wie Stindl selbst sagte.

In den vergangenen beiden Spielzeiten fehlte der Anführer der „coolen Truppe“, wie Rose sein Team in Paderborn nannte, jeweils in der Schlussphase, weil er sich schwer verletzt hatte. Nun ist er voll da und ist dabei ein entscheidender Faktor zu werden in der entscheidenden Phase. Das ist eine Qualität, die Topspieler auszeichnet. Stindl hat nun, wie auch Patrick Herrmann, 52 Pflichtspieltore für Gladbach erzielt. Die letzten drei könnten mit die wichtigsten und wertvollsten sein. Stindl hat das Tor zur Champions League aufgeschossen.

Es war Stindls vierter Doppelpack insgesamt für Gladbach (hinzu kommt der Dreierpack im Europa-League-Spiel in Florenz). Den ersten „Zweier“ hatte er gleich in seinem ersten Einsatz als Borusse fabriziert, 2015 im Erstrunden-DFB-Pokalspiel beim FC St. Pauli. Die anderen drei schaffte er in dieser Saison. Alle drei hat er in der Fremde erzielt. Zunächst beim 4:1 in Düsseldorf, dann beim 3:2 in Augsburg und nun beim Sieg in Paderborn, dem achten Auswärtserfolg in dieser Spielzeit. Stindl hat neun Liga-Tore beisammen, sechs davon schoss er in anderen Stadien. In Paderborn kam hinzu, dass er in der Entstehung des ersten Tores seinen Fuß im Spiel hatte – die Vor-Vorbereiter-Qualitäten Stindls sind seit Jahren ein wichtiger Faktor für Borussia. Und er hat einmal mehr Verantwortung beim Elfmeter übernommen. Wie in der Europa League, als er bei AS Rom in der fünften Minute der Nachspielzeit nach Chris Smallings Handspiel antrat und den Ball ins Tor beförderte. Auch im Hinspiel gegen den SC Paderborn hat er vom Punkt getroffen. Und nun in einer Situation, in der das Spiel eine ärgerliche Wende hätte nehmen können nach Sven Michels 1:1.

Fast im Gegenzug zog Stindl in den Strafraum und wurde von Uwe Hünemeier gefoult. Er nahm sich, entgegen der ungeschriebenen Fußballer-Regel, dass der Gefoulte nicht selbst schießen soll, den Ball und schoss ihn sicher ins Tor. „Der Moment war auf jeden Fall sehr wichtig. Nach einem Ausgleich ist es normalerweise schwer, direkt wieder umzuschalten. Der Gegner kann dann einen Höhenflug bekommen. Aber wir haben das 1:1 gut weggesteckt und uns mit der ersten Aktion direkt wieder in Führung gebracht“, sagte Stindl. Beim 3:1 musste er auf die Entscheidung des Video-Assistenten warten, die kam, als er schon auf dem Weg runter vom Platz war, weil sein Arbeitstag zu Ende war. „Mir dem dritten Tor war das Spiel dann entschieden“, sagte Stindl.

Er hat nun im letzten Spiel gegen Hertha die Möglichkeit, als dritter Spieler nach Marcus Thuram, der weiter ausfallen wird, und Alassane Plea, der eventuell noch zurückkehren wird, auf eine zweistellige Torbilanz zu kommen. Das gab es zuletzt in der Saison 2014/15, als Raffael (12 Tore), Max Kruse und Patrick Herrmann (beide 11) zweistellig trafen. Stindl jedenfalls ist „on Fire“. Der Kapitän will Borussia in die Champions League führen. In der Königsklasse hat er 2015 gegen Manchester City das erste Gladbach-Tor überhaupt erzielt. Stindl, der Mann für die besonderen Tore.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Lars Stindl