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Borussia Mönchengladbach: Julian Niehues spielt Partie gegen Eintracht Frankfurt nach

Borussia-Talent spielte Duell auf der Konsole : Plea und Stindl schießen Gladbach virtuell zum Sieg gegen Frankfurt

Im realen Leben wurde Borussias Partie in Frankfurt abgesagt wegen des Coronavirus. Für unsere Redaktion hat Gladbachs U19-Spieler Julian Niehues die Partie gegen einen Kumpel gespielt – so lief das viertuelle Bundesliga-Duell.

Borussias U19-Spieler Julian Niehues ist aufgrund des Coronavirus zurzeit in Münster bei seiner Familie, der Fohlenstall ist aktuell geschlossen. Für unsere Redaktion hat der Gladbacher Nachwuchsakteur das Spiel der Profis vom vergangenen Wochenende bei Eintracht Frankfurt auf der Konsole nachgespielt. In „FIFA 20“ trat Niehues, der selbstverständlich die Borussen steuerte, gegen seinen Kumpel Moritz Pauli, der mit Frankfurt spielte, an. So lief das virtuelle Spiel, das in der Realität aufgrund der Bundesliga-Pause abgesagt werden musste.

Borussia wollte von Anfang an klarstellen, dass sie auch in Frankfurt fest die drei Punkte eingeplant hatten. Alassane Plea hatte bereits in der dritten Minute die Führung auf dem Fuß, nachdem sich Marcus Thuram über die linke Seite gegen Almany Touré durchsetzte und von der Grundlinie einen Rückpass auf Plea spielte, der beim Abschluss aber noch entscheidend von Martin Hinteregger gestört wurde.

In der achten Minute war es dann allerdings geschehen. Stindl stand wie so häufig in den vergangenen (realen) Wochen goldrichtig. Nach einem Steilpass von Jonas Hofmann auf Plea scheiterte dieser noch an Kevin Trapp, den Abpraller schob Stindl dann ins leere Tor. Mit der Führung im Rücken konnte Borussia nach einer starken Anfangsviertelstunde das Spiel etwas ruhiger angehen. In der Folge hatten Thuram (23.) und Stindl (36.) einfache Abschlüsse, kurz vor der Pause war es dann allerdings wieder ein schöner Angriff der Fohlen, der die Gladbacher mit einem 2:0 in die Halbzeit brachte. Über Ramy Bensebaini, Florian Neuhaus und Stindl landete der Ball auf der linken Seite wieder bei Thuram, der ein weiteres Mal bis zur Grundlinie durchdrang und dort den im Rücken von David Abraham enteilten Plea perfekte bediente, welcher nur den Fuß hinhalten musste.

Nach der Halbzeit bekamen die Gladbacher das Spiel nicht mehr richtig unter Kontrolle. Durch den in der Halbzeit eingewechselten Daichi Kamada kam neuer Schwung in die Frankfurter Offensive. Mijat Gacinovic und Goncalo Pacienca scheiterten zunächst beide an Yann Sommer. Der Schweizer Schlussmann bekam nun deutlich mehr auf den Kasten, doch Marco Roses Elf blieb immer noch gefährlich. Der gerade eingewechselte Breel Embolo scheiterte in der 71. Minute frei vor Trapp stehend.

In der 76. Minute belohnten sich die Hausherren für die couragierte zweite Halbzeit. Filip Kostic setzte sich zu einfach gegen Stefan Lainer durch und brachte den Ball scharf hinter die Kette, wo am zweiten Pfosten Kamada in den Ball rutschte und ihn am Ende mit dem Bauch über die Linie drückte.

Die letzten 15 Minuten probierten die Frankfurter alles, aber bis auf einen Schuss von Sebastian Rode aus der zweiten Reihe, den Sommer locker parierte, stand die Gladbacher Abwehr sicher. Ein Konter in letzter Minute brachte dann die Entscheidung. Neuhaus schickte nach einem Ballverlust von Makoto Hasebe in letzter Reihe Embolo auf die Reise, welcher das Laufduell gegen Hinteregger gewann, dann Trapp locker umkurvte und den Ball ins Tor schoss.