Borussia Mönchengladbach: Josip Drmic, Ibrahima Traoré, Jordan Beyer und Denis Zakaria sind bereit für den Endspurt

Zakaria, Drmic, Traoré und Beyer : Borussias Quartett für den Bundesliga-Endspurt

Im Kampf um Europa machen Borussia derzeit vor allem vier Spieler Hoffnung: Denis Zakaria zeigt seit Wochen den Willen zum Erfolg. Gegen Hoffenheim deuteten neben Josip Drmic noch Ibrahima Traoré und Jordan Beyer an, wie es gehen kann.

Jordan Beyer war beteiligt mit seiner Kopfballverlängerung. Ibrahima Traoré war der Flankengeber. Und Josip Drmic trat den Ball zum 2:2 gegen 1899 Hoffenheim ins Tor. Drei eingewechselte Spieler sorgten dafür, dass die Borussen einen wichtigen Punkt holten im Europa-Rennen, dass sie nicht erstmals in dieser Saison aus den Plätzen, die das internationale Geschäft bedeuten, herausrutschten. Alle drei spielten zuvor kaum eine bis gar keine Rolle in der Rückrunde.

Nun stehen die Herren aus der zweiten Reihe für die Hoffnung auf ein gutes Ende des seltsamen Endspurts, weil sie gegen Hoffenheim, in einem Spiel, in dem nichts, aber auch gar nichts mehr für Borussia sprach, die Niederlage abwendeten. „Die drei haben es gut gemacht und der Mannschaft nach ihren Einwechslungen sehr geholfen“, befand Trainer Dieter Hecking im Rückblick. „Ich habe aber immer betont, dass wir im Saisonverlauf den gesamten Kader brauchen werden, um unsere Ziele zu erreichen. Vielleicht waren Ibo, Jordan und Josip nach ihren Einwechslungen etwas befreiter als ihre Teamkollegen“, sagte Hecking.

Ein anderer, der schon länger Hoffnungsträger ist, weil er zeigt, was nötig ist für den Erfolg, ist Denis Zakaria. Der Schweizer fehlte am Donnerstag beim Training, doch das war nur eine Maßnahme zur Belastungssteuerung. Er wird am Samstag beim wichtigen Spiel in Nürnberg dabei sein. Zakaria ist der Gewinner der Rückrunde. Er hatte Probleme im ersten Saisonteil, weil er nach der WM später ins Training kam und zunächst nicht reinkam ins neue System. Doch Zakaria hat sich reingehängt, hat aufgeholt – und nun manchen überholt. Dass der künftige Trainer Marco Rose ganz viel hält vom langen Mittelfeldmann, ist längst zu hören. Die Gründe dafür sind auf dem Rasen zu besichtigen. Wofür Zakaria steht: Wille und Einsatz. Wenn er mit seinen langen Beinen den Ball nach vorn treibt oder den Gegner aufhält, dann spürt man, dass er etwas bewegen will für sich und das Team.

„Ich freue mich, wenn ich der Mannschaft helfen kann“, sagte Jordan Beyer am Donnerstag. Das hat er getan, der junge Mann, der zu Beginn und am Ende der Hinrunde zu insgesamt sechs Einsätzen kam, in der Rückrunde dann aber nicht so zur Geltung kam. Bis jetzt. Nun kam er ins Spiel, als Tony Jantschke ausfiel, und der 18-Jährige machte einen richtig guten Job. Defensiv, aber auch nach vorn setzte er Zeichen: Beyers 30-Meter-Schussversuch (50.) war ein erstes Lebenszeichen Borussias im Hoffenheimer Schaulaufen.

„Es war sehr wichtig für uns zu sehen, dass wir auch in einem solchen Spiel immer noch zurückkommen können, und das gleich zweimal“, sagte Beyer. „Ein wenig hoffe ich darauf, dass noch ein Einsatz oder zwei Einsätze dazukommen“, sagte der Teenager, der mit seinen 18 Jahren noch in der U19 spielen könnte. Ob er nun in Nürnberg zum ersten Startelf-Einsatz kommt seit dem letzten Hinrundenspiel in Dortmund (1:2), hängt vermutlich von Jantschkes Gesundheitszustand ab. Aber vielleicht auch davon, ob Borussia mit Dreier- oder Viererkette spielt.

Ibo Traorés Chancen, von Beginn an zu spielen, stehen derweil nicht schlecht. Patrick Herrmann fehlt, da könnte Traoré eine Alternative sein. Er war gegen Hoffenheim wie Beyer zur zweiten Halbzeit gekommen und hatte dann mit seinen Dribblings und einigen Schussversuchen für Unruhe gesorgt bei den Hoffenheimern. Und schließlich war er in der Entstehung beider Gladbacher Tore beteiligt.

„Ich bin bereit“, sagte Drmic, der Retter gegen Hoffenheim, mit Blick auf das Nürnberg-Spiel. Gleiches gilt für Traoré, Beyer und Zakaria. Das haben sie gegen 1899 gezeigt und würden es nun auch gern gegen Nürnberg tun.

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