Borussias Personallage Seoane muss mehrere Wochen auf Jordan Siebatcheu im Angriff verzichten

Mönchengladbach · Am Mittwoch hatte gleich eine Handvoll Stammelf-Kandidaten im Training der Borussen gefehlt. Am Donnerstag konnte Gerardo Seoane in den meisten Fällen jedoch Entwarnung geben – bis auf eine Ausnahme. Was Gladbachs Trainer zudem zu den Fortschritten von Ko Itakura und Stefan Lainer sagte.

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Foto: Jens Dirk Paeffgen (jdp)

Am Dienstag hatte Jordan Siebatcheu noch positive Neuigkeiten produziert. Nachdem Borussias Stürmer am vergangenen Samstag im Spiel bei Borussia Dortmund (2:4) zur Pause mit Schulterproblemen ausgewechselt worden war, stand er zu Beginn der neuen Trainingswoche wieder auf dem Platz und konnte auch die komplette Einheit mit dem Team absolvieren. Doch die Freude, dass die Schulterprobleme den US-Amerikaner zu keiner Pause zwangen, währte nur kurz.

„Jordan wird mehrere Wochen ausfallen, da er sich einen Faserriss im Oberschenkel zugezogen hat. Er steht deswegen nicht zur Verfügung“, sagte Gladbachs Cheftrainer Gerardo Seoane auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen 1899 Hoffenheim. Somit steht in Borussias Sturmzentrum wieder ein Personalwechsel an: Wie schon beim bislang letzten Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg, dürfte Tomas Cvancara den Job in der Angriffsmitte übernehmen.

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Foto: Dirk PŠffgen/Dirk Paeffgen (dirk)

In der Defensive sollte kein Engpass entstehen

Der Tscheche, der bislang vier Saisontore erzielt hat, hatte indes am Mittwoch, als Jordan schon wieder gefehlt hatte, ebenfalls nicht mit der Mannschaft trainiert. Gleiches galt für Joe Scally und Torwart Moritz Nicolas, zudem hatte in der laufenden Woche zunächst auch Nico Elvedi wegen eines Infekts passen müssen. Doch in diesen Fällen konnte Seoane Entwarnung geben.

„Wir hatten den einen oder anderen Spieler, der etwas reduziert trainiert hat, den einen oder anderen auch mit einem grippalen Infekt. Aber zum jetzigen Zeitpunkt stehen uns alle zur Verfügung“, sagte Seoane. So dürfte sich für den Coach zumindest in der Defensive kein größerer Engpass mehr ergeben, der bei einem Ausfall von Scally und Elvedi gedroht hätte. Denn in Tony Jantschke und Ko Itakura fehlen bereits zwei Innenverteidiger, wobei Letzterer laut Seoane in seinem Reha-Prozess zumindest Fortschritte mache, aber eben noch kein Thema sein könne.

Das gilt natürlich auch für Rechtsverteidiger Stefan Lainer, der nach seiner Krebserkrankung erst seit Kurzem wieder mit der Mannschaft trainiert. „Er war vier Monate nicht dabei, deswegen wird er natürlich anders gesteuert und belastet als der Rest der Mannschaft. Für mich ist es eine unglaubliche Nachricht, dass Stevie wieder gesund und beim Team ist. Wir sollten ihm aber genügend Zeit geben. Persönlich glaube ich, dass er im nächsten Jahr wieder voll bei Kräften sein wird. Und bis dahin freuen wir uns einfach, dass er täglich da ist“, sagte Seoane, der mit viel Respekt auf den Saisonstart des kommenden Gegners schaut.

„Kompliment an Hoffenheim für die Entwicklung in diesem Jahr. Sie sind sehr homogen und hatten einen guten Start in die Saison mit einigen wichtigen Siegen – auch auswärts“, sagte Seoane. Seine Mannschaft sollte also gewarnt sein vor dem Aufeinandertreffen am Samstag, bei dem Gladbach in Jordan auf einen wichtigen Offensivspieler verzichten muss.

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