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Deal fix

Borussia verleiht Beyer an den HSV

Jordan Beyer. FOTO: Dirk Päffgen

Mönchengladbach Jordan Beyer spielt für den Rest der Saison für den Hamburger SV. Der Gladbacher Nachwuchsmann ist bereits ins Trainingslager des Zweitligisten in Portugal gereist. Er soll bei Ex-Trainer Dieter Hecking Spielpraxis sammeln.

Borussia Mönchengladbachs Eigengewächs Jordan Beyer wird an den Hamburger SV ausgeliehen. Das teilte der Bundesliga-Zweite am Dienstagnachmittag mit. Beyer wechselt für den Rest der Saison zum HSV, sein Vertrag in Gladbach läuft noch bis 2022.

Schon am Dienstagmorgen hatte Borussia Informationen unserer Redaktion bestätigt, dass Beyer bereits ins Trainingslager des Zweitligisten im portugiesischen Lagos gereist ist, um dort zum Team des Ex-Borussen-Trainers Dieter Hecking zu stoßen. Am Montagnachmittag hatte Beyer noch in Gladbach mittrainiert.

Im Gespräch mit unserer Redaktion hatte Sportdirektor Max Eberl eine Ausleihe des Talents aus Kempen eigentlich ausgeschlossen. Und auch Beyer hatte sich darauf eingestellt, sich in der Rückrunde in Gladbach durchzusetzen. Nun soll er aber in Hamburg bei Hecking Spielpraxis sammeln und dem Traditionsverein helfen, in die Bundesliga zurückzukehren.

Borussia - Almelo: die Bilder des Spiels FOTO: Dirk Päffgen

„Jordan ist ein Junge aus unserem eigenen Nachwuchs, den wir mittelfristig als festen Bestandteil unserer Bundesligamannschaft sehen. Trotzdem haben wir gemeinsam entschieden, ihn für die nächsten Monate an den HSV auszuleihen, damit er dort Spielpraxis sammeln kann. Bei Dieter Hecking ist er in guten Händen und wir drücken ihm die Daumen, dass er so viel Spielzeit wie möglich bekommt“, sagte Eberl nun.

In der Hinrunde kam Beyer in 25 Pflichtspielen nur zu vier Einsätzen und stand dabei 197 Minuten auf dem Platz. Beyer hatte am 19. August 2018 beim Pokalspiel beim BSC Hasstedt sein Pflichtspiel-Debüt im Profiteam gefeiert und am 25. August beim 2:0 gegen Bayer Leverkusen am ersten Spieltag der Saison 2018/19 sein Debüt in der Bundesliga. Acht weitere Einsätze folgten, dazu kam einer im DFB-Pokal. Nun soll er bei Hecking den nächsten Schritt machen und sich als Stammkraft etablieren.

Beyer ist nach Andreas Poulsen (Austria Wien) und Julio Villalba (SCR Altach) der dritte Nachwuchsmann der in der Rückrunde verliehen wird. Angesichts der Situation in der Defensive, in der es auf Beyers Positionen (Innenverteidiger, rechter Verteidiger) einige Konkurrenz gibt, waren seine Einsatzchancen offenbar absehbar gering, da die Gladbacher nicht mehr in der Europa League und im DFB-Pokal dabei sind.

„Ich bin schon ein wenig enttäuscht, wie es in der Hinrunde gelaufen ist“, hatte Beyer während des Trainingslagers der Borussen im spanischen Jerez im Gespräch mit unserer Redaktion gesagt. „Aber ich denke, das ist normal und auch kein Problem. Natürlich will man immer spielen, egal, wie alt man ist. Ich hoffe, dass ich in der Rückrunde meine Einsatzzeiten bekommen werde, dafür werde ich im Training alles geben. Mehr kann ich erstmal nicht machen.“ Nun wird er eben dies beim HSV tun, indes wohl mit mehr Chancen, zu spielen als er sie aktuell bei Borussia haben würde.

Borussia hatte zuletzt mit Leihgeschäften junger Spieler gute Erfahrungen gemacht. Florian Neuhaus (Fortuna Düsseldorf) und Laszlo Bénes (Holstein Kiel) hatten sich in der Zweiten Liga das nötige Rüstzeug geholt, um dann in Gladbach durchzustarten. Beyer will diesen Weg auch gehen.