Borussia Mönchengladbach: Jordan Beyer soll bei Marco Rose weitermachen

Abwehrtalent will sich durchsetzen : Borussia sendet ein wichtiges Signal an Beyer

Anders als andere Talente soll Jordan Beyer nicht verliehen werden. Der 19-Jährige spielt gerade für die Zukunft eine große Rolle, er strebt aber schon jetzt nach mehr.

Andreas Poulsen ist bereits nach Österreich verliehen worden, er spielt in der Rückrunde bei Austria Wien. Dort wird er aller Wahrscheinlichkeit nach auf einen Gladbacher Kollegen treffen, da mit Julio Villalba ein weiterer Borusse vor einem Wechsel ins Alpenland steht. Der Paraguayer reiste nicht mit ins Trainingslager nach Jerez de la Frontera, er soll im kommenden Halbjahr beim SCR Altach ebenfalls Spielpraxis sammeln. Bei einem anderen Talent ist Borussia dazu nicht gewillt, was zeigt, wie bedeutsam dieser Spieler für Gladbach ist: Jordan Beyer.

„Er gehört nicht dazu, er ist fix bei uns im Kader“,  betont Sportdirektor Max Eberl im Gespräch mit unserer Redaktion auf die Frage, ob auch Beyer ein Kandidat für eine Ausleihe sei. Die Verantwortlichen der Borussen wollen, dass das Eigengewächs aus dem Fohlenstall weiter unter Marco Rose reift. Dabei kam er bei den Profis in der Hinrunde lediglich auf vier Pflichtspieleinsätze und stand dabei 197 Minuten auf dem Platz.

Dennoch sind die Gladbacher zu 100 Prozent überzeugt von Beyer, der eine große Rolle in den Zukunftsplanungen der Borussen spielt. Er ist der Abwehrmann der Zukunft, gerade weil die Platzhirsche Matthias Ginter und Nico Elvedi auf dem internationalen Markt sehr begehrt sind und in den nächsten Jahren den Sprung zu einem noch größeren Klub machen könnten. Spätestens dann soll die Zeit für Beyer kommen, der zwar auch auf der rechten Seite spielen kann, aber dessen Paraderolle Rose schon eher im Zentrum sieht.

Da dort sich aber auch Tony Jantschke in dieser Saison in einer sehr guten Verfassung zeigt, dürfte die Aussicht auf Einsätze vor allem auf der rechten Seite gegeben sein, wo er Stefan Lainer phasenweise ablösen könnte. „Ich bin schon ein wenig enttäuscht, wie es in der Hinrunde gelaufen ist“, sagt Beyer im Gespräch mit unserer Redaktion. „Aber ich denke, das ist normal und auch kein Problem. Natürlich will man immer spielen, egal, wie alt man ist. Ich hoffe, dass ich in der Rückrunde meine Einsatzzeiten bekommen werde, dafür werde ich im Training alles geben. Mehr kann ich erstmal nicht machen.“

Auch Beyer selbst sieht die Aussage des Klubs, ihn vorerst nicht an einen anderen Verein abgeben zu wollen, als ein gutes Signal für ihn und seine Stellung bei Borussia. „Das ist schön, wenn gesagt wird, dass ich nicht ausgeliehen werden soll. Daran merke ich, dass der Verein Vertrauen in mir hat und daran glaubt, dass ich mich durchsetzen kann“, sagt der junge Verteidiger. „Ich fühle mich ja auch pudelwohl bei Borussia und stehe im engen Austausch mit dem Trainer und dem Sportdirektor. Alles ist gut.“

Um im Spielrhythmus zu sein, könnte Beyer auch in der U23 aushelfen, sofern er weiter auf Einsätze bei den Profis warten muss. „Aber das ist schon nochmal etwas anderes“, gesteht der Borusse. „Das ist auch nicht das Ziel, ich möchte mich lieber bei den Profis durchsetzen.“