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Borussia Mönchengladbach: Jordan Beyer im Hoch trotz des Fehlstarts

Gladbachs Eigengewächs : Beyer erlebt trotz des Fehlstarts mit Borussia erfreuliche Zeiten

Borussias Verteidiger Jordan Beyer stand zuletzt dreimal in Folge in der Gladbacher Startformation, zum erst zweiten Mal in seiner Laufbahn. Nun hat das Eigengewächs über seinen überraschend positiven Saisonanfang gesprochen – und den Stotterstart des gesamten Teams.

Am kommenden Samstag könnte es für Jordan Beyer eine neue persönliche Bestmarke zu feiern geben. Das Gladbacher Eigengewächs, das in den vergangenen drei Bundesligaspielen jeweils beginnen durfte, würde bei einem Einsatz gegen Borussia Dortmund erstmals vier Bundesligapartien in Folge bestreiten.

Bislang hatte es überhaupt erst zweimal drei Spiele am Stück für Beyer gegeben, seit er am ersten Spieltag der Saison 2018/19 als 18-Jähriger unter Trainer Dieter Hecking debütiert hatte: In derselben Saison vom 15. bis 17. sowie vom 32. bis 34. Spieltag. Seitdem war er mal ein halbes Jahr an den Hamburger SV ausgeliehen und kam ansonsten unter Heckings Nachfolger Marco Rose nur sporadisch zu Einsätzen.

Daher ist auch nicht verwunderlich, dass die für ihn derzeit so erfreuliche Phase selbst ein wenig überraschend kommt. „Von den Spielanteilen her liefen die vergangenen Wochen für mich persönlich tatsächlich ganz gut. Nach der für mich schwierigen vergangenen Saison und der möglichen erneuten Ausleihe im Sommer, die dann letztendlich auch aufgrund der Verletzung von Stevie Lainer doch nicht zustande gekommen ist, habe ich mit gemischten Gefühlen auf die neue Saison geblickt“, sagte Beyer nun in einem Interview auf Borussias Internetseite. Der gebürtige Kempener stand vor einem Wechsel zu Werder Bremen.

Er habe sich im Sommer angesichts des nun letzten Vertragsjahres bei der Borussia viele Gedanken gemacht. „Ich habe aber auch mit dem Trainerteam und dem Sportdirektor gesprochen. Die Verantwortlichen geben mir immer ein super Gefühl. Außerdem fühle ich mich ohnehin sehr wohl bei Borussia“, sagte Beyer. Und das gute Gefühl wurde nun durch drei Startelf-Nominierungen durch Trainer Adi Hütter in Folge zusätzlich gestärkt. So hat ihn der Coach nach seinem Patzer bei Union Berlin, der das 0:1 einleitete, nicht wieder direkt aus der Mannschaft genommen, sondern ihm weiter das Vertrauen geschenkt.

„Ich habe nun bereits dreimal in Folge in der Startelf gestanden. Leider haben wir zwei Spiele davon verloren, das war natürlich alles andere als schön. Nichtsdestotrotz habe ich mich riesig gefreut, endlich wieder auf dem Platz stehen zu können. Ich hoffe, dass in Zukunft noch ein paar Spiele für mich dazukommen werden und wir dann hoffentlich wieder häufiger als Sieger vom Platz gehen“, sagte Beyer, der seine Anfangself-Serie gerne am Samstag gegen Borussia Dortmund (18.30 Uhr/Sky) fortsetzen würde.

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Ob es so kommt, hängt womöglich auch von der Entscheidung Hütters ab, ob er mit einer Dreierkette, in die Denis Zakaria zurückbeordert werden könnte, oder mit einer Vierer-Abwehrreihe spielen lässt. Zudem sollte Ramy Bensebaini wieder eine Option für die Startelf sein, sodass Joe Scally auch wieder auf die rechte Seite wechseln könnte.

Unabhängig von der Aufstellung wird es aber bei den Gladbachern auch um die Einstellung gegen eine der Topmannschaften der Bundesliga gehen. „Dortmund hat eine super Mannschaft und spielt regelmäßig in der Champions League. Aber auch wir haben eine gute Mannschaft und für uns gilt es daher, am Wochenende zuhause den Bock umzustoßen. Die Motivation, dieses Spiel gewinnen zu wollen, ist riesig. Der Einsatz unsererseits wird da sein und ich glaube, dass wir uns alle auf ein geiles Spiel freuen können“, sagte Beyer, der sich zudem zum enttäuschenden Saisonstart äußerte.

„Unseren Zielen hinken wir aktuell noch etwas hinterher. In der Vorbereitung sind auch einige Jungs erst später dazugekommen. Zudem hatten wir etwas Pech, was Verletzungen angeht. Aber das können keine Ausreden sein. Es ist auch noch sehr früh in der Saison, es ist noch alles drin. Deswegen lassen wir uns nicht aus der Ruhe bringen. Wir dürfen nicht nervös werden, sondern müssen versuchen, unser Spiel wieder zu verbessern“, sagte Beyer.

Mit Borussia hat er sicherlich schon bessere Zeiten erlebt. Für ihn persönlich ist es dagegen kaum einmal so gut gelaufen wie in den vergangenen Wochen. Dies fortzuführen und gleichzeitig mit dem Team die Wende zu schaffen, sind nun Beyers Ziele.