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Borussia Mönchengladbach: Jonathan David, Marko Grujic und andere Gerüchte zeigen, wie der Verein gewachsen ist.

Viele Namen gehandelt : Was die Gerüchte um Neuzugänge über Borussia aussagen

Seitdem Borussia am vergangenen Spieltag den vierten Platz zurückerobert hat und der Champions-League-Qualifikation deutlich näher gekommen ist, mehren sich die Gerüchte. Das ist aber nicht nur das Resultat des aktuellen Ergebnisses, sondern der gesamten Entwicklung im Klub.

Seitdem Borussia nach dem 3:1 beim SC Paderborn den vierten Tabellenplatz zurückerobert hat, kocht die Gerüchteküche nahezu über. Borussia wolle Marco Grujic, der aktuell vom FC Liverpool an Hertha BSC verliehen ist, ausleihen mit einer Kaufoption über 18 Millionen Euro, heißt es in Serbien. Die „Bild“ berichtet von einem Angebot über acht Millionen Euro für Hannovers Linton Maina, das italienische Portal „Calciomercato“ vom Interesse an Krépin Diatta (Marktwert 19 Millionen Euro) vom FC Brügge und französische Medien darüber, dass Gladbach an Florent Mollet (HSC Montpellier, sieben Millionen Marktwert) interessiert sei. Und in Belgien schreibt „Het Laatse Nieuws“, Gladbach habe KAA Gent ein Angebot über 25 Millionen Euro für Jonathan David gemacht.

Viele Namen popten binnen weniger Tagen bei Borussia auf, seitdem die Champions League in großes Stück wahrscheinlicher geworden ist. Das hat weniger damit zu tun, dass Gladbach nun den Großeinkauf plant, sondern damit, dass der Verein eine attraktive Adresse geworden ist. Ungeachtet dessen, wen Borussia tatsächlich verpflichten möchte, werden Spielern im Sommer gerne mal von Beratern oder anderen Vermittlern ins Gespräch gebracht – und immer öfter in Gladbach.

Gerade für junge Spieler, die das Potenzial besitzen, eine Zukunft bei einem der ganz großen Klubs der Kategorie FC Barcelona, Manchester City oder Bayern München zu haben, ist Borussia die ideale Anlaufstelle. Es hat sich in der Szene herumgesprochen, dass Gladbach der perfekte Klub für den vorletzten Schritt ist. So war es bei Spielern wie Granit Xhaka und so wird es aller Voraussicht nach irgendwann auch bei Akteuren Denis Zakaria, Marcus Thuram oder Florian Neuhaus sein.

Borussia verbindet die Komponenten sportlicher Erfolg, kontinuierliche Entwicklung und fördernder Umgang mit jungen Spielern, verbunden mit der Möglichkeit, auch mal einen Fehler zu machen. Anders als bei anderen Vereinen, ist in Gladbach der Aufschrei nicht gleich groß, wenn ein Neuzugang in den ersten Wochen nicht durchstartet. Xhaka beispielsweise brauchte fast zwei Jahre Anlaufzeit, bevor er zum 45-Millionen-Euro-Spieler wurde.

Borussia ist ein Klub, bei dem sich die Spieler entfalten können. Aber es ist eine Win-Win-Situation. Gladbach rollt nicht einfach den roten Teppich aus, sondern erwartet auch etwas für den Vertrauenvorschuss und die Arbeit, die der Verein in einen Spieler steckt. Die Ambitionen sind groß, und sie werden größer – erst recht, seitdem Marco Rose Trainer ist. Damit ist Borussia weit weg von einer Wohlfühloase. Aber es ist dennoch ein Ort zum Wohlfühlen – jedoch mit täglicher harter Arbeit verbunden. So wird es Borussia wohl am Wochenende in die Champions League schaffen – und weitere Gerüchte werden weiterhin den Gladbacher Aufstieg belegen.